Weihnachtswünsche für das neue Jahr

 

IMG_20150215_153029Die Feiertage sind nun auch einmal Zeit der Wünsche. So geht es auch uns in der Halbangst-Redaktion. Statt neuer Konsumartikel wünschen wir uns natürlich nur das Beste für unsere Vereine. Und wie jedes anständige Kind, nichts anderes sind ja Sportfans, haben auch wir ein paar Wünsche auf dem Zettel, was wir uns als Redaktion von der Fortuna, Borussia Mönchengladbach und der DEG so wünschen…

Manuel Breuer: “Eine bessere Rückrunde”

Es wirkt fast ein wenig größenwahnsinnig, als Gladbacher eine Wunschliste für das kommende Jahr anzufertigen, wenn man in allen drei Wettbewerben überwintert und dabei in der Liga auf einem Champions-League-Qualifikationsplatz steht. Jedoch, es gibt einige Ansatzpunkte bei der Borussia für das kommende Jahr, die einen Wunschzettel rechtfertigen:

„Macht die Buden“ – der insgesamt schwachen Chancenverwertung ist es zuzurechnen, dass besagter vierter Platz nur ein mit reichlich Deckfarbe übertünchter siebter Rang ist. Allen voran Raffael, aber auch ein Kruse sowie die Flügelstürmer Hahn, Traoré, Herrmann und Hazard ließen reihenweise Hochkaräter liegen, die den Unterschied machen zwischen dem aktuellen Punktestand und etwa der Bilanz des VfL Wolfsburg.

„Freut euch des Frühlings“ – unter Favre sind die Rückrunden aller drei kompletten Spielzeiten sechs, drei und elf (!) Punkte schlechter ausgefallen als die jeweilige Hinrunde. Die 27 Zähler unterm Weihnachtsbaum müssen mindestens bestätigt werden, um im Mai in einer ähnlichen Position zu rangieren.

„Über Sevilla nach Glasgow“ – zugegeben, hier spricht der Eigensinn, aber der Gedanke, mal eben in der schottischen Hauptstadt in den Zug zu steigen, um im legendären Celtic-Park die Borussia bei einem Europapokal-Spiel zu sehen, ist einfach zu verführerisch. Und kaum ein Borusse würde es mir verdenken, wenn der Weg nach Warschau über diesen Umweg führen würde.

„Hazard plus x“ – in bester früher Vogel-Manier hatte Max Eberl in den vergangenen Jahren frühzeitig die Kaderplanung für die darauffolgende Saison vorangetrieben. Bitte wiederholen, und zwar bei der Akte Hazard sowie im zentralen Mittelfeld und der Abwehr, auch wenn es bis 2016 im Borussia-Park „stranzeln“ wird! (mfb)

Benedikt Walter: “Auf eine geile Zweite Liga”

Überraschenderweise wünsche ich mir in Bezug auf die Fortuna fast nichts. Von mir aus kann es gerne so bleiben. Ein wenig oben mitmischen. Keine absolute Spitzentruppe. Kein abstiegsbedrohtes Team. Hauptsache nicht nochmal in dieses durcheventisierte Tollhaus Erste Liga. Und Liga 3… bei all den Zweitvertretungen, die sich da inzwischen wieder tummeln, ist die doch auch zum Davonlaufen öde. Wenn Ingolstadt in Liga eins durchstartet, vielleicht Dortmund, Bremen oder Stuttgart runterkommen; gleichzeitig noch Dresden oder Münster aufstiegen, könnte die Zweitligasaison 2015/16 eine wirklich gute werden.

Schön wäre es allerdings, wenn sich Teile des Publikums in Düsseldorf damit abfinden könnten, dass es nicht immer nur vorwärts, immer nur nach oben gehen kann. Das mag Zuschauern, die erst seit dem Aufstiegsjahr aus Liga Drei dabei sind, neu sein. Aber das wirklich Neue an Fortuna in den letzten Jahren war, dass sie so erfolgreich war. Grottige Kicks, fragwürdige Transfers, taktische eingeschränkte Trainerteams – das alles war und ist Fortuna. Möge uns das doch bitte auf ewig erhalten bleiben. Alles andere, wäre doch auch viel zu langweilig. (bw)

Christoph Ullrich: “Titel ohne Berti”

Ja, ja, ich weiß: Ich habe immer noch diesen Traum, mit der Borussia Meister zu werden. Wird wohl diese Saison nichts. Trotzdem sollte der zweite Titel her, den ich in meinem Leben mit der Borussia erlebe. Nach dem Pokalsieg 1995 wird es 20 Jahre später Zeit, mal wieder ein neues Ding an den Niederrhein zu holen. Gerne die Europa-League, gerne über Celtic (um mit Manuel Breuer einen heben zu können), gerne auch, um Berti Vogts den UEFA-Cup in die Fr…. halten zu können: “Sieh her Berti, das ist der erste von vielen Titeln, den Du nicht mitfeiern darfst.” Ne, wat wär dat schön! Und wenn wir dann in der Liga mal zur Ausnahme nicht in der Rückrunde abschmieren, wäre es eine perfekte Saison.

Apropos perfekte Saison: Von der Düsseldorfer EG wünsche ich mir auch noch ein paar Sachen. Zum Beispiel einen Play-Off-Platz. Im Eishockey gilt bekannter Weise: “if you are in, you are in!” Und wer sagt denn, dass mein Traum von einer Deutschen Meisterschaft statt über Bayern, Schalke und Leverkusen nicht eher über München, Mannheim und eine nicht näher definierte Mannschaft aus der südlichen Vorstadt Düsseldorfs führt. (Und für den Krefelder Minderwertigkeitskomplex: Ich meinte südlich und Vorstadt, nicht nördlich und Kuhkaff) Und wenn ich ehrlich bin: Der Meisterpott im Eishockey ist einfach – zumindest optisch – schöner als die blöde Schale im Fußball. Sollen die Bayern doch an dem Teil ersticken. (cu)

Holger Beßlich: “Just easy Football”

Fußball sollte einfach Fußball sein. Ich möchte nur ins Stadion gehen, um ein Fußballspiel zu sehen. Ist irgendwie aber nicht mehr drin: Sport, Politik und viele andere wichtige gesellschaftliche Fragen stellen sich mir bei jedem Besuch entgegen. Der Menschenverstand wird zu schnell am Stadiontor abgegeben. Zum Beispiel neben mir im Block diese komischen Puppenspieler: Die Godfather halten es u. a. nicht so eng mit einem sexismusfreien Stadion: „Schwule Schwuchtel“ ist da der tollste weiße Schimmel, denn die Kollegen über die Lippen bekommen, wenn ein Gegner zur Ecke getrottet kommt. Konstruktiv Beleidigen, das wäre es mal. Kreativität wäre auch mal was: Aber Wortwitziges werde ich wohl auch im kommenden Jahr nicht zuhören bekommen. Oder vielleicht doch?

Die Event-Besucherinnen hinter mir halten es auch nicht so genau: Da geht es immer nur um die „knackige Ärsche“ der Spieler und dann um eine Fleischbeschau deluxe ohne jeden Spielbezug. Das nervt arg. Wenn man also keine Ahnung hat, vielleicht einfach mal die Kresse halten. Gilt übrigens auch für die jeweilige Begleitung …

Kinderlieder und Zählreime sind Dauerbeschallung und gehören ja mittlerweile zum allseits gehassten modernen Fußball. Ich wünsche mir aber dennoch wieder mehr, dass auf die epiphanischen Ereignisse auf dem Rasen eingegangen wird. Beim Spiel gegen Union Berlin kam dies ein ums andere Mal vor. Aber leider nur von den Sitztribüne und nicht aus der Supporter Ecke. Peinlich. Kann man aber abgewendet werden.

Spielerisch? Was wandert da in die Wunschtüte: Weniger Fehlpässe. Mehr Kampf und Einsatzfreude. Weniger Hühnerhaufen. Mehr Spielwitz und Abgeklärteres Auftreten. Müssen ja nicht alle so energisch zur Sache gehen wie Sergio Pinto und sich in jedem (zweiten) Spiel einen gelben Karton für die Statistik mitnehmen. (hbe-)

Klaus Scheffer: “Ist das mit Rolfes schon fix?”

Sicher, das ist jetzt Jammern auf höherem Niveau. Aber ich wünsche mir ganz einfach, dass die Borussia defensiv und offensiv, also auf allen Ebenen, noch einen Tacken zulegt. Klar ist Platz vier nach der Hinrunde ein Erfolg, und wenn der auch am Ende rausspringt, gibt es nix zu meckern. Aber es könnte einfach ein wenig mehr sein, und das ist mein Wunsch für die Rückrunde. Hinten ein bisschen sicherer stehen, auch dann, wenn Martin Stranzl nicht mit dabei ist. Ich bin immer noch der Meinung, dass ein gestandener Innenverteidiger der Defensive mehr Stabilität bringen würde. Vielleicht hat der Weihnachtsmann da ja in der Winterpause was im Sack (Fabian Schär/Jonathan Tah). Mich würde es freuen.

Und vorne. Da braucht Gladbach eigentlich keinen Neuen. Da würde ich mir einfach nur wünschen, dass die Stürmer die Chancen, die sie sich erspielen, effektiver nutzen. Immer, wenn ihnen das gelingt, sprangen drei oder vier Treffer raus. Immer wieder blieben aber Punkte liegen, weil die Chancenverwertung mies war (Mainz, Frankfurt, Augsburg und auch Bayern). Ein bisschen mehr Konzentration, weniger Fifa-15-Kosolen-Daddelei – auch das ein Wunsch.

Und dann noch eins: Die Nachfolge von Christoph Kramer. Es gibt da einen Spieler, den ich seit Jahren gerne in Gladbach sähe, weil er spielintelligent und erfahren ist und eine Mannschaft auch führen kann. Leider will Simon Rolfes ja aufhören. Ist da das letzte Wort eigentlich schon gesprochen …(ks)

Und was wir all unseren Lesern wünschen, da gibt es keine zwei Meinungen bei uns: Ein Frohes Fest und natürlich einen guten Rutsch in das neue Jahr.

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