Warum Schubert umstritten bleibt

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André Schubert

Eigentlich ist alles gesagt: André Schubert hat Borussia Mönchengladbach binnen 28 Spieltagen auf den Champions-League-Qualifikations-Platz geführt. Der 44-Jährige hat ein neues Spielsystem etabliert und somit favresche Starrheit überwunden. Nebenher hat er das größte Comeback hingelegt, das einem Bundesliga-Club nach fünf Niederlagen zu Saisonbeginn gelungen ist. Und nachdem die BILD-Zeitung wissen wollte, dass Schubert trotzdem gehen muss, hat der Trainer ein klares Bekenntnis von Gladbach-Sportdirektor Max Eberl bekommen: Via Club-Homepage legte sich der sportlich wichtigste Mann im Verein auf Schubert fest.

Ergo: Es lohnt eigentlich nicht mehr zu diskutieren, ob Schubert der Richtige ist. Zumal die BILD-Zeitung mit ihren Andeutungen über zwischenmenschliche Schwächen, Trainingsproblemen wie weiteren Mutmaßungen zum Vertrauen durch die Vereinsführung Schubert eher im Amt hält als ihn vertreibt. Hat doch das Wort des Boulevardblattes am Borussia-Park traditionell so wenig zu melden wie bei kaum einem anderen Bundesligisten.

So unmöglich eine sachliche Debatte über Schubert durch die BILD-Gerüchte wird, so nötig ist sie eigentlich. Kann man doch – wie unser Blog – zu dem Urteil kommen, dass Schubert durchaus ersetzt werden könnte. Dafür reicht ein Blick auf das Spielfeld und auf die Potenziale der Mannschaft.

Schubert hat eine Kulturrevolution ausgelöst

Denn da ist auch ein von Max Eberl zusammengestelltes Team, welches eine überragende Qualität besitzt. Addiert man zu Marktwerten, Namen und vermeintlichen Erfahrungen auch Homogenität, taktische Variabilität sowie menschliche wie spielerische Intelligenz hinzu, sind eigentlich nur Bayern und Dortmund besser besetzt. Das spielerische Niveau von Bayer Leverkusen sollte man haben, die unrund zusammengesetzten Kader von Schalke und Wolfsburg sind zurecht hinter der Borussia gelandet.

Borussia in diesen Tagen ist daher auch ein Club, der sich zu den Großen der Liga zählen darf. Entgegen dem Mantra des großen Übervaters Lucien Favre, der es als Stilmittel großartig verstand, die Klasse der Mannschaft immer demütig auf dem Boden zu halten. Aber – vielleicht ist es auch das, woran Favre am Ende scheiterte: Dieses Mantra war vor dem aktuellen Team schwer zu vertreten. Wieso reden wie beim 1.FC Köln, wenn man überragend Dritter geworden war und sich nominell sportlich erstmals im Sommer verstärken konnte (Stindl und Dahoud sind augenscheinlich besser als Kruse und Kramer). Am Ende war Favre offenbar nicht zum Kulturwandel fähig. Vielleicht erkannte er sein Schicksal, niemals Spitzenteams trainieren zu können, und trat auch deshalb zurück.

Und da ist man dann auch ganz schnell bei André Schuberts größtem Verdienst. Dem deutlich forscheren und jüngeren Übungsleiter war von Anfang an klar, dass er hier einen überragenden Kader vor sich hat. Verletzungspech hin oder her – Schubert wirkte wie ein Jackpot-Gewinner. Diese Mentalität gab er weiter und hatte Erfolg. In der Phase der Siegesserie nach seinem Amtsantritt gab er Vertrauen zurück und nutzte die Chance, mit der Dreierkette eine taktische Kulturrevolution bei der Borussia auszulösen. Lucien Favre wäre wohl so schnell nicht von seiner Viererkette abgerückt, bei Schubert wirkte der Weg dahin locker und leicht.

Damit enden dann auch die Verdienste. Statt auf seine neue Taktik zu vertrauen, wurde zu Beginn der Rückrunde Taktiklotto gespielt. Statt mit dem etablierten System Lösungen für immer wieder sich ändernde Situationen zu üben – das ist die Kunst der Trainingslehre – wurde wild gewechselt. Erst in den letzten Partien kam der Rückschritt auf eine verlässliche Taktik, wodurch der Erfolg zurückkam.

Reaktionsarm in Drucksituationen

Auch jetzt könnte man meinen, Schubert hat gelernt und verstanden. Aber da ist noch die Sache mit dem Trainerverhalten unter Druck. Gerade bei Spitzenteams geht es um Kleinigkeiten, die von gutem zu sehr gutem Fußball führen. Und da findet Schubert selten wirklich schnell Lösungen. Ein Beispiel dafür ist Ibrahima Traoré. Ein großartiger Spieler, der aber hektisch und überforsch agieren kann. Gelingt Traoré der erste Ball, dann kann er Spiele im Alleingang gewinnen. Klappen aber zu Beginn die Kleinigkeiten nicht, verspringen auf einmal Bälle, wirken Aktionen unsauber und Traorés Potenzial verpufft.

Im Auswärtsspiel bei Bayern München verhinderten zahlreiche unsaubere Angriffspässe eine größere Zahl an Chancen, gegen Leverkusen war Traorés Fortune mit der glücklichen Torvorlage auf Andre Hahn aufgebraucht. An sich kein Problem: Schubert hätte zum Beispiel gegen Leverkusen viel von der Bank aus machen können. Spätestens nach der Pause hätte er mit Patrick Herrmann und Thorgan Hazard Alternativen gehabt. Beide stehen – im Vergleich zu Traoré – für eine größere offensive Ruhe und Übersicht. Leverkusen hatte an dem Tag deutliche Schwächen über Außen, aber lange das Glück, dass Oscar Wendt und Traoré als Gladbacher Außenspieler nicht in Fahrt kamen.

Das sah man später daran, dass der Siegtreffer durch Andre Hahn seinen Ausgang in einer konzentrierten Aktion eines fast zu spät eingewechselten Hazard hatte. Natürlich ist es nur ein Detail, aber in nahezu jeder Partie gibt es solche Faktoren, die von Schubert spät erkannt werden. Um es klar zu sagen: Die Borussia hatte auch zeitweise viel Glück. Hoffenheim, München, Leverkusen – es sind Partien, die locker hätten kippen können. Und zwar zu ungünstigen Zeitpunkten.

Indizien für geringere Beliebtheit

Das sollte man über die nackten Ergebnisse hinaus sehen. Wie auch das Folgende: Da gibt es zum Beispiel Spieler, die klare Führung brauchen, um ihr Maximum zu erreichen. Julian Korb ist so ein Fußballer. Unter Favre war auf ihn Verlass wie auf einen Tony Jantschke. Beide wurden mit jedem Spiel besser, Favre war ihr Orchesterdirigent, der sie durch Probleme leitete. Unter Schubert ist Korb nahezu verschwunden, die Weiterentwicklung wirkt gestockt. Für einen Club, der die individuelle Weiterentwicklung eines jeden Spielers in seine DNA editiert hat, ist ein Trainer, bei dem die Gefahr der stockenden Entwicklung besteht, tödlich.

Außerdem wäre dann noch das Zwischenmenschliche, was man an Schubert kritisiert. Dazu kann man kaum etwas Konkretes sagen, ist man nicht Teil der Mannschaft. Aber es fallen schon Dinge auf. Als Patrick Herrmann – eine Identifikationsfigur in Mönchengladbach – nach seinem Kreuzbandriss direkt ein Tor erzielte, kam von Schubert eher wenig. Es sollen sich Trainer schon heftiger über das Comeback eines eigenen, tollen Fußballers gefreut haben. Ein Indiz dafür, dass es so eng zwischen Spielern und Trainer nicht wirklich ist.

Ein weiteres gab es nach der Partie gegen Leverkusen, als man überraschend den vierten Platz frühzeitig fixiert hatte: So richtig hat keiner mit dem Trainer gefeiert. Eher bemüht wirkten die High-Fives, eine gemeinsame Ehrenrunde von Team und Trainer – aufgrund des massiven Comebacks sicher angemessen – gab es auch nicht. Nur die Spieler liefen einmal durch das Rund. Klar, man kann jetzt sagen, Favre war auch eher respektiert als beliebt unter den Spielern. Aber den Monsieur warfen die Spieler einst in Bochum in die Luft, zwangen ihn – der von der ganzen Feierei angeekelt wirkte – zum Saisonabschluss der vergangenen Spielzeit auf den Platz. Mit Schubert hat es all das nicht gegeben. Dass dies alles etwas eigentümlich wirkte, darüber lässt sich mehr als nur diskutieren.

Es gibt also trotz des großen Erfolgs durchaus Punkte, inhaltlich und sachlich ein weiteres Engagement André Schuberts infrage zu stellen. Geht es bei Borussia Mönchengladbach auch darum, den Status quo gegen eine aufkeimende Konkurrenz innovativ, homogen und klug zu verteidigen. Da sind Zweifel an einem Trainer wie Schubert durchaus erlaubt. Zumal es nicht das erste Mal wäre, wenn ein – an den Ergebnissen gemessen – sportlich erfolgreicher Trainer gehen musste. Man frage nur in Mainz nach Jørn Andersen und dessen Nachfolger, Thomas Tuchel.

Foto: xtranews.de

68 Kommentare

  1. „Um es klar zu sagen: Die Borussia hatte auch zeitweise viel Glück. Hoffenheim, München, Leverkusen – es sind Partien, die locker hätten kippen können.“

    Also wenn ich mir die Spiele in Wolfsburg und auf Schalke anschaue, dann hatten wir da auch richtig viel Pech bzw. spielerisches Unvermögen. Das müsste man dem Trainer dann aber auch positiv anrechnen, wenn man fair ist, oder nicht?

    Und dass die High Fives „bemüht“ aussahen oder sich Schubert über Herrmanns Comeback nicht richtig gefreut habe (er hat ihn ja schließlich kurz nach seinem Einstieg ins Training wieder eingewechselt), das halte ich nun wirklich für ein Resultat persönlicher Antipathie des Verfassers im verzweifelten Bemühen, dem Trainer noch irgendwo einen mitzugeben. Man kann sicherlich über vieles diskutieren, auch und gerade bei Schubert, aber so ein zusammenkonstruierter Mist ist unwürdig. Das sage ich als jemand, der bei Schubert nach wie vor Zweifel hat. Nur habe ich momentan wirklich wenig Angriffsfläche und bin deshalb gewillt, dem Trainer eine faire Chance zu geben, der sicherlich Fehler gemacht, aber Fehler auch korrigiert hat. Der Verfasser will das offenbar nicht, er hat sein Urteil schon gefällt. Das ist schade, weil das diesen Artikel als sachliche Kritik und Problemanalyse disqualifiziert.

    • Deshalb habe ich ja geschrieben, dass der menschliche Teil nicht bei der Bewertung heran gezogen werden darf. Was das Spiel in Wolfsburg angeht: Da gehen allerdings beide Tore auf das Taktiklotto, das Schubert vor der Partie schon selber bei Sky nicht erklären konnte. Und Schalke fällt in die Kategorie dämlich. Wem will man da was Gutes oder Schlechtes vorhalten?

      Ich bleibe da bei meiner Skepsis und die ist auch da etwas härter als vielleicht Deine. Aber dazu schreibe ich ja den Artikel: Damit mal jenseits der BILD mit Argumenten diskutiert wird. Was wir ja gerade hier machen. 🙂

      • Dass man seine Skepsis versucht, argumentativ zu untermauern, finde ich auch gut, anders als die Bild, die einfach nur schreibt „Schubert bleibt jetzt vielleicht, ist aber doof! So!“

        Allerdings sehe ich bei einigen Punkten in dem Artikel doch die deutliche Gefahr einer Überinterpretation. Ich sage es mal so: Wenn du mit einem derart voreingenommenen Blick an die Sache herangehst, wirst du bei jedem Trainer irgendwas finden, einfach, weil du es finden willst. Dann kann du vielleicht auch bei Hein Vanhaezebrouck kritisieren, dass er dick ist (wie will er Spieler vom Leistungsethos überzeugen) oder bei Julian Nagelsmann, dass er jung ist.

        Ich persönlich habe mit der Taktik etwas meine Probleme, weil wir sehr mannorientiert spielen und dabei gleichzeitig Dreierkette. Eine derartige Kombination von Dreierkette und Mannorientierung habe ich im modernen Fußball kaum irgendwo gesehen, mit Ausnahme vielleicht bei Marcelo Bielsa, der aber dann auch wieder in Details völlig anders spielen lässt. Schuberts System ist aber gleichzeitig nicht antiquiert, weil er es mit Pressingelementen kombiniert, die man heute überall sieht. Es ist einfach nur völlig innovativ, aber manche Sachen darin halte ich für sehr riskant und sie erschließen sich mir nicht. Vor allem bringt uns der Mann mehr in der Offensive nur dann etwas, wenn wir wirklich konsequent Gegenpressing spielen, weil wir sonst hinten immer wieder in Situationen sind, wo wir plötzlich Mann gegen Mann stehen. Schuberts Problemlösung hieß hier Andre Hahn, er ist für dieses System die einzig mögliche Lösung, allerdings leidet unser Kombinationsspiel so etwas. Ansonsten ist es sehr mutig, aber eben auch sehr riskant und erfordert viel Disziplin. Wir haben flinke Innenverteidiger wie Elvedi und solche mit hervorragender Antizipation wie Christensen, aber die sind jung und machen Fehler. Traorés Rolle auf außen gefällt mir in diesem System noch gar nicht, aber da rechne ich auch mit Johnson. Wenn es Schubert gelingt, dieses System zu kultivieren und zu entwickeln, dann hat er meine volle Unterstützung. Momentan bin ich skeptisch, aber auch sehr neugierig.

        • Da sind wir dann ziemlich eng beieinander. Ich fand die Herleitung zu seiner ursprünglichen Taktik vor dem Bayern-Spiel genial. Das muss man ihm einfach lassen. Wo ich aber fast schon erschrocken war, wie schnell er dann wieder was völlig anderes gespielt hat. (Viererkette zu Beginn der Rückrunde) Das hat am Ende mehr Punkte gekostet als gebracht. Das will mir einfach nicht in den Kopf, warum er da nicht weiter gemacht hat. Einer von Kaliber Favre hätte nach solchen taktischen Erfolgen erst richtig losgelegt und bis zum Erbrechen verfeinert und verbessert. Das habe ich bei Schubert (immerhin auf dem Papier auch ein Taktik-Brain) nicht gesehen.

          Und zu Hein: Der ist nicht fett, der ist ein Lebemann erster Klasse. Und Max Eberl und Hans Meyer sind ja nun auch Freunde der Heinschen Lebenswandes. 🙂

          • Ich glaube, er hat der Dreierkette zu dem Zeitpunkt einfach noch nicht vertraut, da Leverkusen sie bei dem 0:5 so übel auseinandergenommen hat. Kann ich auch verstehen, wenn man etwas völlig Neues einbaut, was die Spieler jahrelang nicht gespielt haben, dann will man vielleicht doch zu Altbewährtem zurückkehren. Gegen Wolfsburg war die Viererkette bei 0:2 dann übrigens wieder genau richtig, das hätten wir locker drehen können, Für mich ein Zeichen, dass er schon in der Lage ist, auf das zu reagieren was da draußen passiert.

            Das System, was wir spielen, ist gegen zweikampfstarke und konterstarke Mannschaften sehr gefährlich und eigentlich nicht zu empfehlen. Das liegt teilweise an unserer riskanten Ausrichtung, teilweise aber auch daran, dass unserer Mannschaft eine gewisse Grundaggressivität etwas abgeht (außer Hahn). Typen wie Stindl oder Raffael sind eher Feingeister. Gegen Teams wie Augsburg oder Hannover oder auch Ingolstadt hätte ich mir daher eigentlich wieder gewünscht, kontrollierter zu spielen, aber das scheint nicht Schuberts Stil zu sein. Fairerweise muss man sagen, dass man gegen solche Mannschaften auch mit kontrolliertem Ballbesitzfußball Schwierigkeiten hat und Favre ist dagegen auch nie wirklich was eingefallen, weil er nichts anders lehren wollte. Das war eben sein System.

            Was mir überhaupt nicht gefällt, sind unsere Standards. Favre hielt nichts davon und ließ sie kurz spielen, weil sie nicht planbar waren für ihn, und jetzt dürfen die Spieler sie selbst gestalten und sie sind einfach nur Mist.

          • Favre hat 4-4-2 gespielt…und zwar immer und ohne Ausnahmen. Systemvariation war Favre vollends fremd. Schubert hat das probiert und auch wenn es nicht so lief es der Mannschaft überlassen, die Entscheidung zu treffen, ob es mit 3-5-2 oder 4-4-2 weitergeht.
            Schubert legt auch viel mehr Wert darauf, daß die Spieler entscheiden, was sie machen. Die spielen lange genug und haben zum Teil jahrelang Erfahrung im Profibereich, da braucht es doch echt keinen Trainer, der denen erklärt, lauf nach links oder lauf nach rechts. Wenn die Spieler das selbst nicht herausfinden, dann haben die in einem Team der Top 4 eigentlich nicht viel verloren.
            Das sieht man sehr wohl auch bei den Standards. Raffael tritt anständige Ecken, Stindl schießt brauchbar Freistöße…warum können die anderen das nicht? Als Spieler und als Mannschaft kann man durchaus auch selbst entscheiden, jetzt wird eine halbe Stunde lang nachgelegt und wir trainieren Standards. Ich weiß nicht, ob die Spieler das gemacht haben, aber bei sowas braucht es doch echt keinen Trainer. Die Spieler sollten doch selbst merken, daß vor allem die Ecken meistens Schrott sind und Verteidigung von Standards auch. Schubert soll sich da auf die Sachen konzentrieren, die man eben nicht in 20 Minuten Videozusammenfassung recht einfach sehen kann.

      • Der einzige Punkt dem ich folgen kann ist der ,das man tatsächlich nicht unbedingt das Gefühl hatte die Mannschaft wollte mit dem Trainer den Sieg und die damit verbundene Möglichkeit CL zu spielen feiern.
        Meines Erachtens hat Gladbach nur 3 wirklich schlechte Spiele unter Schubert gemacht..in Hamburg,in Ingolstadt und in Hannover. Christensen in Hannover ins Mittelfeld zu rücken und dafür Nordveit IV spielen zu lassen war auch eine falsche Entscheidung ohne Not.
        Und natürlich kann man Schubert vorwerfen z.b. in Wolfsburg die falsche Taktik gewählt und zu spät umgestellt zu haben. Aber wie häufig hat der angebliche Wundertrainer Guardiola sein Konzept schon nach 20 Minuten übern Haufen geworfen?
        Dafür hat Schubert aber auch schon Spiele aufgrund seiner Umstellung und mutigen Einwechslungen gedreht bzw zu einem guten Ende gebracht.
        Favre war offensichtlich nicht in der Lage vor der 70. Minute positionsgetreu zu wechseln,egal wie es stand.
        Unter Favre,den ich ausserordentlich schätze und für den Vater des Erfolges halte,wurde selbst bei Rückstand,der Ball in der eigenen Hälfte bis zum Erbrechen hin und her gepasst. Ter Stegen hatte mehr Ballkontakte als so mancher Mittelfeldstratege,und trotzdem meckerte Favre man sei „nicht geduldig genug“ gewesen.
        Das Spiel unter Schubert ist noch attraktiver als unter Favre…über 60 Tore hat man unter ihm nie geschossen.
        Wenn man jungen Spielern Zeit gibt,sollte man die auch jungen Trainern zubilligen.

        • Ich finde das teilweise interessant, wie ein Trainer der fünf(!) Jahre erfolgreich gearbeitet hat, hier in einigen Kommentaren kritisiert wird, um Schubert hervor zu heben. Favre hat mit seinen „Mätzchen“ Jahr um Jahr noch mehr aus der Mannschaft gepresst. Das sind im modernen Fußball Ausmaße wie bei einem Guy Roux. Natürlich gibt es am Ende ein paar Dinge , die besser laufen sollten. Aber Schubert auf eine Stufe stellen? Dafür ist es doch arg früh. Oder?

          • Ich glaube nicht, das die Kommentatoren Schubert und Favre auf eine Stufe stellen. Aber wenn Favre eines leider nicht konnte, dann zeitgemäß und passend wechseln! Dann passt es nur schwer das dann seinem Nachfolger vorzuwerfen, der in diesem Punkt zumindest mutiger und entschlussfreudiger ist.
            PS: Traore hatte tatsächlich einige unglückliche Aktionen, aber auch das 1:1 vorbereitet…. Ein Hazard agiert mir vor dem Tor auch häufig zu unglücklich.

          • Darum geht es ja: Favre mit Schubert zu vergleichen ist mehr als nur Apfel und Birne. Zumindest Stand jetzt. Kann in drei Jahren anders aussehen.

  2. Also bei aller Objektivität, aber sowas blödes habe ich noch nicht gelesen. Thomas Tuchel musste nicht gehen er ist selber gegangen. Beispiel Korb: Was soll das? Hört sich so an als ob Korb kommende Superstar, von Schubert gebremst worden ist. Jetzt spielt Elvedi und wird gefördert. Wo ist das Problem?!? Beispiel Patrick Herrmann: Beim Tor von ihm „kam von Schubert eher wenig“. Habe mir gerade nochmal auf Blöd.de (mache ich nicht gerne) die Zusammenfassung von dem Spiel gegen Stuttgart angeschaut. Beim Tor von Patrick flippt Schubert aus, läuft auf den Platz und jubelt. Für mich sah das nach reiner Freude aus. Kannst Du dir gerne mal anschauen. Könnte noch mehr aufschreiben, aber ich lasse es. Nur zur Info: Ich finde Schubert auch nicht so sympathisch, kritisiere ihn auch oft genug. Aber das ist Blöd-Niveau. Sorry.

    • Tuchel folgte auf Andersen und das war die richtige Entscheidung, die Mainz damals traf. Das hat sie stabilisiert und so war es auch gemeint.

      Stuttgart? Schau dir dann noch einmal an, wie er beim Eigentor von Kevin Großkreutz genauso jubelt. Habe mich im Stadion darüber sehr geärgert.

      Und Korb: Wundert mich halt nur, warum er so abgehängt wirkt. Auch Elvedi bräuchte Pausen, wie sie Dahoud bekommt.

      • Trotzdem hat er sich beim Tor von Herrmann gefreut und nicht „kam von Schubert eher wenig“. Wir kommen wohl nicht überein. Muss auch nicht ;-))

      • Momentan braucht eigentlich niemand wirklich Pausen, wir spielen einmal die Woche. Und Dahoud läuft im ZM wirklich extrem viel, viel mehr als ein Elvedi. Ist ja eher selten, wie du wohl zugeben wirst, dass Verteidiger im Spiel positionsgetreu gewechselt werden, wenn sie keinen totalen Mist bauen.

        Im derzeitigen System hätte Korb auf der rechten Seite sogar Chancen für mich, diese Flügelrolle als Scharnier zwischen Offensive und Defensive könnte ihm liegen (hat er gegen ManCity auch gespielt, allerdings in einem anderen System). Aber offensiv wird er vom Trainer nicht in Betracht gezogen, was insoweit durchaus nachvollziehbar ist, dass wir da wirklich einige Alternativen haben. Johnson, Traoré und Herrmann.

        Wenn Korb weg wollte, würde ich ehrlich gesagt nicht in mein Kissen weinen. Bei Herrmann sähe das schon anders aus, da erwarte ich von Schubert, dass er mit ihm, wenn dieses System jetzt sein System ist, mehr probiert in der Vorbereitung, als ihn zum Einwechselspieler im RM zu machen.

  3. Noch etwas: Was mit Julian Korb passiert ist, ist vielleicht etwas rätselhaft, wenn auch zu erklären – er ist eben ein Verlierer der Dreierkette, so wie Nico Elvedi und Andre Hahn Gewinner des neuen Systems sind. Aber ich habe bei kaum einem Spieler so eine Entwicklung und Befreiung in den ersten Spielen nach Favre gesehen wie bei Julian Korb. Ich habe ihn nie für einen herausragenden Rechtsverteidiger gehalten und auch bei Favre saß er häufiger mal auf der Bank, aber unter Schubert hat er am Anfang wirklich groß aufgespielt. Das mit der stockenden Entwicklung sehe ich daher nicht, er hat einfach nicht mehr gespielt.

    Patrick Herrmann ist da etwas kritischer. Er ist ein offensiver Flügelspieler, der nach innen zieht, ein „inside forward“, kein klassischer Flügelstürmer. Defensiv ist er nicht wirklich zu gebrauchen. In dem 3-4-3, was wir momentan spielen, hat er jedenfalls mit seiner derzeitigen Spielweise keinen Platz. Ich sehe es als Schuberts Aufgabe für die kommende Saison an, einem Spieler wie Herrmann diesen Platz zu verschaffen, aber er dürfte momentan auch nicht bei 100 Prozent sein und natürlich muss er sich der Konkurrenz stellen wie jeder andere auch. Ein Vorrecht hat er sicher nicht.

    Was spätes Reagieren angeht: Gegen Leverkusen sehe ich das sogar ähnlich, aber der Erfolg gibt ihm ja recht. Ansonsten gab auch immer wieder Spiele, wo Schubert sehr früh Probleme behoben und gewechselt hat. Favre hat niemals vor der 70. Minute irgendetwas geändert und jetzt sage mir bitte nicht, dass sein System so perfekt war, dass er das nicht musste. Mir fallen da durchaus einige Spiele gegen tiefstehende Mannschaften ein, wo ich den Trainer für seinen mangelnden Mut und seinen taktischen Starrsinn verflucht habe.

  4. Der Bericht findet meine Zustimmung, sehr treffend!!!
    Gott sei Dank bn ich nicht nach Hannover gefahren, nachdem ich schon das Gastspiel in Hamburg genießen durfte…
    Gruß aus Hamburg

  5. Warum wird überhaupt über Schubert diskutiert? Da bricht die Blöd eine Story los, die jeglicher Grundlage entbehrt und alle fallen drauf rein. Schubert macht einen guten Job und nach miserablem Saisonstart und zuweilen eklatanter Auswärtsschwäche (daran soll die Mannschaft mal arbeiten) immer noch Platz 4 in einer der stärksten Ligen der Welt zu erreichen, ist durchaus eine Leistung. Da wird Schubert nicht ganz unbeteiligt sein.
    Was Korb angeht, warum liegt das immer nur am Trainer? Christensen, Dahoud und Elvedi sind auch junge Spieler, die sich auch noch weiterentwickeln müssen. Die spielen aber unter Schubert regelmäßig. Um Korb reinzunehmen muß Korb eben besser sein als der Spieler, der dann draußen bleibt. Da fällt mir eigentlich keiner auf Anhieb ein.
    Hazard hat im Leverkusenspiel Schwung reingebracht, aber er hat auch einige miese Spiele abgeliefert und ist als Stürmer einfach nicht torgefährlich genug. Aber immer noch besser als ein Hrgota, weil Hazard versteht, daß er auch defensiv seinen Teil beitragen muß.
    Der Trainer wie auch jeder Spieler und Manager ist ersetzbar. Wenn alles an einer Person hängt, dann hat der Club insgesamt einen Fehler gemacht.
    Schubert sollte man im zwischenmenschlichen Bereich auch hoch anrechnen, daß er sich nicht um einen besseren Vertrag gestritten hat. Er hat das ganz klar erkannt, er hatte Vertrag und zwar für jegliche Aufgaben im Verein. Klar hat er sich am Ende nicht gegen einen besseren Vetrag gesträubt, diesen aber eben zumindest nicht in der Öffentlichkeit eingefordert.
    Meine Güte! Platz 4 in der 1. Liga! Und da wird über den Trainer diskutiert? Wer das macht, dem fehlen ein paar Latten im Zaun oder der hat vergessen, daß es gar nicht so lange her ist, daß Borussia am Ende der 2. Liga herumgekrebst ist.

  6. Die Diskussion hier hat ja schon BILD-Niveau. Wenn man keine Probleme hat, dann konstruieren sich manche Neurotiker eben welche. Was soll der Mist??? Anstatt dass wir „Gladbacher“ uns alle gemeinsam freuen, dass wir nach Jahren der Leidenszeit tatsächlich ein kleines Zwischentief mit Schubert als Trainer hervorragend gemeistert haben und europäisch spielen dürfen, suchen einige – genauso wie die ekelhafte Boulvardpresse – das Haar in der Suppe. Es gibt aber kein Haar. Unsere Vereinsführung macht einen hervorragenden Job.
    Man könnte allen im obigen Kommentarverlauf genannten Beispielen Gegenbeispiele bringen aber dann würde ich mich auf selbiges Niveau begeben und das möchte ich nicht. In diesem Sinne Leute: Freut Euch doch einfach!!!! Und lasst unsere Vereinsführung und den Trainerstab doch einfach in Ruhe ihre Arbeit verrichten. Solche Artikel unter uns Fans befeuern die Boulvardpresse, dass es ANGEBLICH vereinsintern Zweifel am Trainer gibt. WARUM????

    • Ich denke, wir brauchen keinen Boulevard, von dem wir uns lenken lassen. Schau mal, was wir bisher über Schubert geschrieben haben. Nur weil die Regenbogenkollegen jetzt zündeln, heißt das ja nun nicht, dass alle direkt den Mund zu halten haben. Wenn Du das so willst, nutze bitte ausschließlich Borussia.de als Quelle, da wirst Du immer mit tollen Sachen begeistert.

      Und wo hat die Diskussion hier „BILD-Niveau“? Finde mal im Netz eine sachlichere als hier. Tut mir leid, wenn Du hier nicht ausschließlich Deine Sicht und Forderung geliefert bekommst.

    • „Die Diskussion hier hat ja schon BILD-Niveau“.

      Klassisches Boulevard-Material würd ich sagen – hat Schuberts Dreierkette vermischt mit Mannorientierungen im zweiten und dritten Spieldrittel Elemente von Bielsa? Wurde zu schnell vom 3-4-2-1/3-4-3 auf 4-4-2 gewechselt? Wie ist Traorés Rolle als absichernder Flügelverteidiger in der Spieleröffnung über Sommer und drei ausfächernden Verteidigern zu sehen?

      Mensch Jörg.

  7. Kommentar zur Unzeit 🙁
    Nachdem ich unter dem letzen ähnlichen Artikel noch Partei für den Autor ergriffen habe, finde ich diesen hier schädlich für den Verein und auch argumentativ schwächer.
    Fakt 1: Schubert hat die CL-Quali geholt. Dafür gebührt ihm Respekt und m.E. auch die Möglichkeit zu zeigen, was er in der CL erreichen kann. In seiner Amtszeit wäre er sogar Dritter geworden!
    Fakt 2: Eberl hat die Trainerdiskussion beendet! D.h. jegliche Trainerdiskussion schwächt momentan nur die Stellung Schuberts in der Saisonvorbereitung und den ersten Saisonspielen. Was ewige Trainerdiskussionen einem Verein antun können, sieht man am Negativbeispiel Schalke.

    Als Fazit sehe ich es komplett sinnlos und kontraporduktiv an, vermeintliche Fehler und Jubelszenen zu interpretieren 🙁
    Jetzt soll er seinen Job machen, er ist ja auch noch jung und lernfähig. Wenn dann nächstes Jahr die Ziele verfehlt werden kann man das immer noch interpretieren und Maßnahmen ergreifen. Aber wenn die Ziele verfehlt werden, weil permanent der Trainer in Frage gestellt wird, dann muss sich das Umfeld hinterfragen.

    • Klar, vom Zeitpunkt her mag es nicht so ganz zur Stimmung passen. (Abgesehen von der dämlichen BILD-Berichterstattung) Aber ich habe seit dem letzten Artikel wenig gesehen, was mich krass überzeugt. Es hat nur mehr Struktur gegeben und bei den Ergebnissen stimmt es. Aber was ist, wenn B04 vor dem 2:1 seine 100-Prozentigen nutzt? Was ist, wenn man in München trotz dieser Leistung verliert? Wir würden anders über Schubert diskutieren – obwohl spielerisch nichts anders gelaufen wäre. Ich warne daher weiter, dass man Schubert nicht allzu sehr verantwortlich machen sollte für den Erfolg. Wir haben nun einmal in Gladbach auch einen massiv guten Kader, den man, glaube ich weiterhin, besser coachen könnte.

      • Was ist wenn Johnson in Wolfsburg das 2:2 macht und was wenn Borussia auch nur jede 2te Chance auf Schalke genutzt hätte?
        Was,wenn Hahn in Ingolstadt seinen Alleingang abschliesst und es 1:0 für Borussia steht?
        Davon ab hätte man gegen Leverkusen auch schon nach ner Viertelstunde 2:0,oder gar 3:0 führen können…

        • Du sagst es: und genau das will ich damit sagen – Schubert nur an den Ergebnissen zu messen, führt zu ständig wechselnden Bewertungen. Jenseits der Ergebnisse sehe ich in der Rückrunde Punkte, die meine kritische Haltung bestätigen (die du btw hier im Blog immer findest.)

      • Ja, mag sein, das es bessere und vor allem erfahrenere Coaches als Schubert gibt. Aber es gibt halt auch immer ein Momentum!
        Und das hat Schubert zum Einstieg und auch zum Saisonausklang genutzt!

        Jetzt können wir einfach mal nach den von Dir benannten Alternativen schauen: Ob jetzt ein Weinzierl (der in Augsburg unbestritten tolle Arbeit gemacht hat) nicht in Gladbach so endet, wie ein Breitenreiter in Schalke ist reine Spekulation, dann gibts einen Gertjan Verbeek, der sich in Bochum zur Spielerführung Kritik anhören darf, die es schon in Nürnberg gab (und du diskutierst über Jubelszenen?), Hasenhüttl hat beim Hassclub Nr. 1, Schuster würde ich wünschen einfach sein Projekt fortzuführen (will auch keinen Wendehals), und zu Vanhaezebrouck kann ich tatsächlich nichts sagen, da ich m.E. nur zur Bundesliga einigermaßen sprachfähig bin… aber dann vielleicht der.

        Also da bleibt m.E. nicht viel ggü. einem Trainer der auf jeden Fall erstmal eine Erfolgsgeschichte vorzuweisen hat!
        Ich habe auch Bedenken: Trainingsintensität, Spielerführung und Taktik. Aber wenn wir mit Schubert in die neue Saison gehen und dafür spricht ja einiges, dann sollten wir ihm einfach auch unser Vertrauen schenken und ihn und die Mannschaft untestützen! Die Punkte, die wir vor Schalke liegen haben m.E. auch ganz viel mit Homogenität im Verein und Umfeld zu tun….das ist manches mal viel mehr Wert, als ein Trainerfuchs!

      • Aber dass man anders über den Trainer diskutiert, wenn das Ergebnis anders ist, das ist doch immer so. Fußball ist ein Ergebnissport und gleichzeitig sehr zufallsgeprägt. Man hätte mit der gleichen Aufstellung und dem gleichen Coaching auch völlig andere Resultate erzielen können. Dazu hätte es vermutlich genügt, wenn ein Schiri an irgendeiner Stelle einen Einwurf anders gegeben hätte, dann hätte sich so ein Spiel durch den abweichenden Ballbesitz völlig anders entwickelt.

        Die Ergebnisse geben Schubert recht. Ihm schlechte Ergebnisse anhand der tatsächlich verlorenen Spiele vorzuwerfen und bei den gewonnenen Spielen dann sagen, die hätte man auch verlieren können, das ist nun wirklich mit zweierlei Maß messen.

      • Klar haben wir in Gladbach einen guten Kader, aber wenn ich mir anschaue wieviele Gute gleichzeitig und andauernd verletzt waren: sage ich Chapeau.
        Das waren ja gefühlt mehr Fehlzeiten von Leistungsträgern, als in den 3 Favre Jahren zusammen zuvor.

  8. Blabla über (Bild)-Blabla!
    Am Ende zählt der Erfolg und wir haben uns mit Schubi vor Glück beschissen.
    Es gibt noch einen Club mit 0 Punkten nach fünf Spieltagen – den VfB … schäm‘ Dich! … und Streich das ‚Halb‘- aus Deinem Blognamen.
    Ganz offensichtlich kommt nicht ein Gegenargument bei Dir an; deshalb möchte ich auch nicht mehr diskutieren. Dein Artikel und Du sind – vorsichtig formuliert – destruktiv.
    Einfach gesagt – richtig Scheisse
    P.S. Bist Du von ’nem rheinischen Werksclub? muahaha

  9. Es macht doch keinen Sinn darüber zu spekulieren was passsiert wäre wenn Gegner X oder Y diese oder jede Chance genutzt hätte,wenn man nicht ebenso ungenutzte Chancen der Borussia in die Bewertung einfliessen lässt.
    Fakt ist,das es sportlich an Schubert bisher wenig bis nichts auszusetzen gibt.
    Gladbach hat 3 wirklich schlechte Spiele abgeliefert (Hamburg,Ingolstadt und Hannover) und darüber hinaus eher Punkte liegen lassen,als unverdient gewonnen.
    Imm ist es gelungen drei 19-jährige in die Stammelf zu integrieren (Elvedi,Christensen,Dahoud)….zwei davon sind sogar Leistungsträge(Christensen,Dahoud).
    Xhaka spielt in der Rückrunde endlich so abgeklärt wie man es schon lange gehofft hat..vielleicht auch das ein Verdienst von Schubert.
    Ich will den Mann nicht in den Himmel loben und erst recht nicht mit Favre auf eine Stufe stellen.
    Favre ist,wie gesagt,der Vater des Erfolges und meiner Ansicht nach der beste und wichtigste Trainer den Gladbach seit Weissweiler hatte.
    Aber ich kann die z.T. hier von Cristoph Ullrich, vorgebrachte Kritik nicht nachvollziehen.

  10. Ach: vielleicht noch ein allgemeiner Hinweis:
    Ich finde die Überschrift: „Warum Schubert umstritten bleibt“ effektheischend und für einen „kritischen Medienblog“ (so habe ich bisher eure Aussendarstellung wahrgenommen) völlig daneben!
    Wo ist Schubert denn umstritten? Wäre vielleicht hilfreich, das zu klären…. oder sind es nur Bild, Express und Herr Ullrich?

    • Also mal ehrlich: Jenseits des Boulevards gibt es diese Diskussion. Und zwar nicht ohne Grund wird sie sehr kontrovers besprochen. Insofern finde ich umstritten richtig. Glaubst Du im Ernst, unter Schubert bliebe es nach – sagen wir – drei Startpleiten so ruhig wie unter Favre? Also ganz so fest im Sattel, wie das viele glauben wollen, sitzt AS nun wirklich nicht…

      • Dann mal Butter bei die Fische! Lese fast alles zur Borussia…. ich kann diese Diskussion nur Boulevardgesteuert feststellen!
        Klar wird das gerne von Sky oder Anderen aufgegriffen, aber dann benenne doch mal seriöse Quellen, die das originär ähnlich sehen?! Danke 🙂
        Yep, AS sitzt nicht ruhig im Sattel und das hat seine Gründe, aber was wollen wir als Fans, was wollen wir als Verein?
        Einen Trainer der ruhig arbeiten kann, wie es Favre konnte um dann die richtigen Entscheidungen zu treffen oder ein Opfer ala Keller oder Breitenreiter, die ja Getriebene de Boulevards waren?!

  11. Vielen Dank den Kommentaren von ‚ignorant00‘, ‚Nobbaert‘ und ‚ignorant‘. Ihr sprecht mir aus der Seele.
    Ich wollte selbst nicht mehr auf die Antworten zu meinem Kommentar antworten. Es ist zwecklos. Ich freue mir ein Loch in den Arsch, dass wir zu 99,99% bereits Vierter sind und wir im nächsten Jahr ganz tolle Fussballspiele auf Europäischer Bühne zu sehen bekommen.
    UND ‚JAA, NATÜRLICH!!!‘, wenn AS dann 3 Auftaktpleiten in Serie einfahren wird, dann werden wir schnell einen neuen Trainer sehen. Aber DANN und NUR DANN!!!! Nicht hier und heute und überhaupt!
    Aus und weg……klinke mich wieder aus diesem Mist hier aus!

    • Lieber Jörg,
      unser Autor diskutiert offen mit jedem, wie du siehst. Zwecklos ist hier nichts, lediglich deinen Wunsch der Zensur oder Hofberichterstattung kommen wir nicht nach. Es gibt auch noch etwas zwischen der Homepage des Vereins und dem Boulevard.
      Wobei es mich ein bisschen amüsiert zu lesen, dass „hier und heute“ zu diskutieren ein no-go ist, wir nach drei Pleiten „natürlich“ einen neuen Trainer sehen. Da muss ich sagen, ist es Dir um die Nachhaltigkeit, um die sich unser Autor genau gerade Gedanken macht, völlig egal. Eben genau wie…na…dem Boulevard.
      Vielleicht denkst du mal drüber nach.
      Trotzdem freundliche Rautengrüße!
      Manuel

      • Also, dann doch noch mal ein letzter Kommentar, da mich der nette Herr Breuer hier so lieb persönlich anspricht:
        Ich finde es schon sehr anmaßend, wenn mir nach meinem Ausdruck der grenzenlosen Freude und dem Aufruf an die Fangemeinde, einfach nur den Moment zu genießen, der Wunsch nach Zensur und Hofberichtserstattung vorgeworfen wird.
        Und mir dann auch noch mangelnde Nachhaltigkeit zu unterstellen, weil ich in Wiederholung eines werten Herrn Ulrichs (Zitat) „Glaubst Du im Ernst, unter Schubert bliebe es nach – sagen wir – drei Startpleiten so ruhig wie unter Favre?“ hypothtisch die mögliche Entlassung AS‘ in den Raum stelle, mit dem ausdrücklichen Vermerk, erst dann über solche Situationen zu diskutieren. Dann ist das der Gipfel schlechthin.
        Ich frage mich allen Ernstes – haben wir nichts besseres zu tun, als auf so hohem Niveau zu klagen und uns die Köppe über hypothtische Fragen einzuhauen.
        Das schlägt dem Fass den Boden raus und führt dazu, dass ich diesen „hochwertigen“ und natürlich „ganz und gar boulevard-fernen“ Halbangst Blog von meiner Lektüren-Liste verbannen werde.
        Weitere Kommentare zu meiner Einlassung sind natürlich weiter explizit gewünscht (nicht, dass mir nochmals der Wunsch nach Zensur und Hofberichtserstattung angehaftet wird). Ich werde sie jedoch nicht mehr lesen, weil – und da wiederhole ich mich nur allzu gerne – ich diesen (Boulevard) Blog hier einfach nicht mehr lesen werde. *freu*

  12. Diese Trainerdiskussion ist meines Erachtens vollkommen überflüssig und kontraproduktiv: Unsere Mannschaft zeigt sehr häufig einen tollen und attraktiven Offensivfussball, es macht einfach Spaß, diese junge Borussia spielen zu sehen. Im großen Ganzen stimmen die Ergebnisse, nicht umsonst stehen wir nach einer grandiosen Aufholjagt auf dem 4. Platz . So schlecht kann die defensive Stabilität der Mannschaft nicht sein, sonst hätten wir nicht das sehr gute Torverhältnis, dass uns das Erreichen der CL-Quali sichert.
    Stellt sich die Frage, woher das latente Misstrauen gegen AS rührt. Ich denke, es hat viel mit unserer leidgeprüften Seele als Borussia-Fans zu tun: Favre brachte die defensive Stabiltät, die wir in den Jahren Abstiegskampf so vermisst haben. „Gefühlt“ (bin kein Statistiker, bitte keine Gegenbeispiele suchen) haben wir in den letzten Jahren unter Favre Spiele nicht mehr verloren, in den wir das 1:0 gemacht haben. Aus dem Führungstreffer folgte der Sieg oder zumindest ein Unentschieden, bedeutete Punkte = Sicherheit vor dem Abstieg. Diese Sicherheit bezahlten wir mit berechenbaren, häufig auch langweiligen Fußball.
    Der Fußball unter AS ist häufig spektakulär (Augsburg, Sevilla, Man City, Stuttgart, Hertha), geht aber leider auch manchmal spektakulär in die Hose (Mainz, WOB, Schalke).
    Als Fan des Fußballs genieße ich diese Spielweise, als leidgeprüfter Gladbach-Fan (fast 40 Jahre Fan) muss ich mich immer besinnen und der jungen Mannschaft auch ein paar schlechte Ergebnisse verzeihen. In meinen Augen wurde mit AS eine Richtung eingeschlagen, die zu unserer Fohlenelf passt: junge Spieler, viele Eigengewächse, toller Offensivfuppes- da kann ich eine Niederlage in Ingolstadt oder Hannover verkraften….

  13. Wir hatten mal einen Trainer der erkannte, dass Europa noch viel zu früh für uns ist und das man daher gegen Sevilla keine Chance hat. Er ließ entsprechend spielen.
    Wir haben jetzt einen Trainer der respektlos jedes Spiel gewinnen will.
    Wir hatten einen Trainer der den Ball wunderschön durch die eigenen (besonders hinteren) Reihen zirkulieren ließ. Köln lacht heute noch, dass Favre glaubte die Tabelle würde sich nach Ballbesitz messen.
    Wir hatten einen Trainer der den jungen Korb förderte. Jetzt haben wir einen Trainer der dem alten Elvedi den Vorzug gibt.
    Wir hatten einen Trainer der Dahoud langsam und vorsichtig heranführen wollte.
    Ich hatte ihn ein paar mal gesehen und wartete und wartete. Wir haben einen Trainer der Dahoud bringt. Wie kann er nur den Jungen so verheizen. Wir hatten einen Trainer, der vor Emotionen nur so sprudelte. Nie sah ich einen Trainer so hoch fliegen wie Lucien in Bochum. Und jetzt haben wir diesen emotionslosen Schubert. der sich wie hier kolportiert wird nicht über Hermann freut.
    An die Kritiker von Schubert: Ich weiß nicht wirklich was hier abgeht.
    PS: Eine Kollegin fragte mich gestern, warum
    Gladbach denn den Trainer entlassen wolle. Der sei doch erfolgreich. Soweit die Wirkung der Bildzeitung.

  14. Schließe mich der Meinung an, das dieser Artikel hier schädlich ist für Borussia. Man sollte doch mal wirklich fragen wo wir herkommen und was wir in den letzten Jahren erreicht haben….Wir spielen einen attraktiven Fussball der mir besser gefällt als unter Favre (und das trägt auch die Handschrift von Max!) . Die richtigen Zukäufe und ein wenig Feintuning und es kann nur noch besser werden…Freut Euch und hört auf über den Trainer zu diskutieren…!!!

  15. Ich finde es nicht schlimm, dass Christoph Ullrich diesen Text geschrieben hat. Der Auslöser ist ja nicht er, sondern die Zeitungen, die mit dem Quatsch angefangen haben. Ich teile Christophs Sichtweise nicht, aber er begründet, warum er es so sieht. Was mich stört ist, dass eine irgendwie geartete, unbewiesene Unzufriedenheit zur Grundlage weiterer Überlegungen genommen wird. Nichts von dem, was ich bisher an angeblichen Störungen zwischen Trainer, Mannschaft oder Vereinsführung gelesen habe, ist von den jeweiligen Autoren (Bild, Express oder die, die von ihnen abschrieben) bis jetzt mit irgendwelchen Fakten untermauert worden. Das ist mir zu wenig. Leider, und das kritisiere ich an diesem Text hier, interpretiert auch Christoph in seinem Text Beobachtungen, die er gemacht hat. Kann so sein, muss aber nicht. Und das macht die Schlussfolgerungen angreifbar. Ich war am Samstag nicht im Stadion, aber aus meiner Sicht bestand gar kein Grund, warum man dort Schubert extra hätte feiern müssen. An diesem Nachmittag standen wahrlich andere im Fokus, und ich denke nicht, dass sich da irgendein Trainer selbst hätte vor Brouwers oder Stranzl schieben wollen. Vielleicht legt Schubert auch gar keinen Wert darauf. Und wenn man sich richtig erinnert, wurde Favre nach dem 34. Spieltag gefeiert, nicht vorher. Ich würde das also nicht als Indiz dafür nehmen, dass merkliche Teile der Fans sich mit diesem Trainer unwohl fühlen könnten. Aber das Gute ist ja, dass man da verschiedener Meinung sein darf.

  16. wirklich interresant die Meinungen zu Lesen.
    Ich halte Schubert nicht für einen guten Trainer. Meines Erachtens profitierte Er am Anfang noch von Favre. Favre halte ich für einen der besten Trainer der je in Gladbach gearbeitet hat. Obwohl auch Er mit seinen Ansichten etwas anstrengend war und Ihm etwas mehr Forschheit gut getan hätte. Mittlerweile erkennt man im Spiel immer mehr denTrainer Schubert. Die Spiele gegen Ingolstadt und Hannover waren ja wohl ein Desaster. Wenn ein Trainer es nicht schafft eine Manschaft so zu motivieren das sie eine Leistung bringt wie z.b Klopp es in Liverpool im Euro Cup konnte fehlt irgend etwas. Und der vierte Platz ist wohl weniger sein Verdienst als das Versagen der anderen Vereine die auch nicht wollten. Mit dieser Harakirietaktik geht Gladbach einer schweren Saison entgegen. Ein Absturz halte ich nicht für unwahrscheinleich. Spiele werden im Sturm gewonnen, Meisterschaften in der Abwehr.
    Diese schlampige Spielweise wie in den letzten Spielen gab es in dieser Häufigkeit nicht unter Favre.
    Eindeutig Trainerversagen. Einem Herrn Eberl sehe ich auch nicht als den Überflieger. De Jong, Drimic, Strobl, Hofmann. verbrannte Kohle

    • Ich wundere mich wie man mit einem schlechten Tainer und einem schlechten Manager Vierter werden kan?? 😉
      Deine Eberl Kritik will ich so nicht stehenlassen: Strobl verbrannte Kohle? Der hat ja noch nicht für uns gespielt, da sollten wir mit dem Urteil aber mal warten, alles andere ist unseriös.
      Klar sind zwei teure Flops in den letzten Jahren verpflichtet worden, aber er hat auch tolle preiswerte Entdeckungen gemacht. Nicht umsonst mehrfach vom Kicker zu Einkäufer des Jahres gekürt.
      Absolute TopTransfers auch in Preis-Leistung: Stindl, Christensen, Sommer, Hahn, Johnson, Raffael, Kruse, Kramer, Xhaka, Stranzl, Hanke, Reus, Dante.

      • Hallo , Vierter kann Man werden weil anderen die Luft ausging wie Hertha oder die Saison versagt haben wie Wolfsburg und Schalke,wohlgemerkt ich bin kein Fan von allen Dreien. Strobl ist ja wohl in der Vergangenheit nicht so positiv aufgefallen das man sich Ihn hätte merken müsste. Zweifelsohne hat Eberl auch gute Leute verpflichtet. Sommer Stranzl Reus Raffael sogar besser als Gut. Leider werden Heute viele Spieler Überbewertet Ein Hanke wurde erst unter Favre gut sowie Kramer .Xhaka hat sich im laufe der Jahre verbessert hat aber immer wieder auch Schattenseiten. Kruse muss man in der Nachbetrachtung auch nicht als Verlust ansehen .Da hat Eberl ihn doch noch gut verkauft. Bei Drimic bleibe ich bei meiner Aussage Fehleinkauf.
        Dahoud halte ich mit für das Beste was MG zur Zeit hat ebenso hat Christensen viel Potenzial.
        Ich muss mich da relativieren in Bezug auf Eberl
        an meinen Zweifel an Schubert halte ich fest.

    • Eieie.
      Liverpool konnte unter Klopp auch nur in der EL überzeugen. In der Premier League hinken sie nach wie vor hinterher,und auf gute Spiele wie z.b bei ManCity,folgen grottige Auftritte gegen Abstiegskandidaten.
      Nochmal…Gladbach machte unter Schubert 28 Bundesligaspiele,5 CL Spiele und 2 Pokalspiele…also zusammen 35 Pflichtspiele.
      Wieviele dieser Spiele gaben wirklich Anlass zur Kritik?
      Mir wollen höchstens 5 einfallen,wobei man bei dem PokalSpiel gegen Bremen auch berücksichtigen muss das die Mannschaft auf den Felgen lief.
      Und nu zu Eberl…wie man dessen Arbeit kritisieren kann erschließt sich mir nun überhaupt nicht.
      Ja,de Jong und Drmic kann man als Fehleinkauf verbuchen. Und auch die Personalien Hoffmann erschließt sich mir nicht.
      Aber dem gegenüber stehen Sommer,Christensen,Johnson,Traore,Kruse,Raffael,Stindl,Hahn,Xhaka,Dominguez und Elvedi.
      Der Marktwert der Mannschaft wurde um ein zig faches gesteigert….und das nicht nur weil die Mannschaft erfolgreich spielt,sondern vor allem weil Eberl die meisten Spiele Ablöse frei oder verhältnismäßig kleines Geld einkauft.
      Jeder der sich auch nur ein bisschen in dem Sport auskennt wird zu dem Schluss kommen das kaum ein Kader derart klug zusammen gestellt wurde.
      Und es ist ja auch nicht sobald hätte Gladbach unter Schubert laufend die Bude vollgekriegt.
      12 Tore kassierte man in den Spielen unter Favre und in Leverkusen bekam man gleich 5. Das relativiert die Gesamtzahl der Gegentore.
      Wenn man dann noch berücksichtigt das zwei 19-jährige in der Abwehr stehen,und die Stammformation auf die Favre zurückgreifen konnte (Jantschke,Stranzl,Dominguez) im Grunde fast die gesamte Saison ausfiel,muss man auch die Defensiv Bilanz nicht zu düster sehen.
      Zumal Dahoud ein anderer Typ eines Sechsers verkörpert als Kramer,der viel abräumte aber offensiv und kreativ weit weniger zu bieten hatte als sein Nachfolger.
      Ob es tatsächlich Spannungen zwischen Schubert und dem Team,und/oder der Vereinsführung gibt kann niemand von uns beurteilen….rein sportlich ist ihm wenig bis nichts vorzuwerfen.
      Mal ehrlich….ich bin Gladbach Fan seit Mitte der 70ger Jahre,und wenn man mir vor 5,oder 10 Jahren gesagt hätte das der Verein in absehbarer Zukunft regelmässig um Platzt 3-6 mitspielt hätte ich laut gelacht.

    • Eberl hat Reus, Stindl, Hahn und Kruse für insgesamt 8,5 Millionen geholt. Und er hat den besten Trainer, der je in Gladbach gearbeitet hat, geholt, zu einer Zeit, als er hier als großes Risiko galt. Dafür sollte man ihm ein Denkmal setzen, statt es anzupinkeln. Als ob man mit jedem Transfer richtig liegen könnte. Guck doch mal spaßeshalber nach, wieviele Fehleinkäufe ein Uli Hoeneß so zu verantworten hat. Mal ein paar Namen: Adolfo Valencia, Jose Ernesto Sosa, Tobias Rau, Breno, Jean-Pierre Papin, Marcell Jansen.

      Bis auf de Jong sehe ich da oben nicht einmal verbrannte Kohle, die sind ja alle noch bei uns oder noch gar nicht da.

  17. Die ganze Diskussion könnte überflüssig sein, ja.
    Platz 4 in der Liga nach sensationeller Saison (wir haben 5 Spiele weniger als die anderen), eine für uns sensationelle CL-Saison und wer weiß, was passiert wäre, wenn wir das erste Spiel auch da nicht so hergeschenkt hätten. Aber kritische Stimmen müssen erlaubt sein dürfen. Schubert hat ein tolles Ergebnis erzielt, er ist unter öffentlichem Druck zum Trainer befördert worden. Er war mit Sicherheit nie die Traumlösung. Er hat eine sehr gute Mannschaft übernommen und sie neu motiviert, ja. Wie oft habe ich gelesen, dass der Trainer der Mannschaft freie Hand gelassen hat? Das war in der Situation die richtige Entscheidung, ja, aber immer ??? Der Lenker, Denker und Motivator geht (wahrscheinlich) von Bord, Stranzl ist weg, Nordtveit und Brouwrs auch, wer macht das nächste Saison? Er hat Spieler wir Hoffmann und Hinteregger geholt, nur mal so …
    Und zum Menschlichen: Viele Mitarbeiter innerhalb des Vereins haben Schwierigkeiten mit seinem Umgang, Uwe Kamps ist er an die Gurgel gegangen im Stadion !!!), die Amateure haben ein Fest gefeiert, als er wieder weg war, und gewonnen haben „wir“, verloren aber „die Mannschaft“ oder „der Verein“.
    Ich gebe auch zu, dass – ebenso wie im Herbst – absolut die Argumente fehlen und diese Diskussion absolut unsinnig ist, für jeden, der nicht hin und wieder mal Internas mitbekommt, aber was passiert, wenn wie ersten 10 Spiele der neuen Saison nicht so erfolgreich sind und wir vielleicht keine CL spielen, weil der Gegner in der Quali einfach besser war. Dann sagen wieder alle: hätten wir mal.
    Ich hoffe Maxi hat den richtigen Plan.
    Ich finde den Artikel übrigens sehr gut.

    • Wie gesagt…zu dem was da zwischenmenschlich abläuft kann ich nichts sagen. Wenn das was du sagst stimmt ist Skepsis geboten.
      Ich versuche lediglich die Kritik zu entkräften was Schuberts sportliche Bilanz und Handeln betrifft.

  18. Also ich kenne zwei Spieler bei den Amas und von einem Fest ist mir nichts bekannt. Überhaupt davon, dass Schubert dort besonders negativ gesehen würde. Einer sagte, als ich ihn nach Infos über den damaligen Interimstrainer Schubert fragte, er wisse kaum etwas über den Trainer, weil er selten mit ihm geredet habe über das Fachliche hinaus. Nicht, dass man das jetzt auch wieder negativ interpretiert.

  19. So kann man Stimmung machen. So tun als wäre man Insider und behaupten die Amateure hätten nach dem Abgang von Schubert ein Fest gefeiert. Auch wenn man das dann auf Nachfrage revidieren muss.
    Das ist eben Bildzeitungsniveau.
    Ich bitte um eine reelle Chance für einen bislang sehr erfolgreichen Trainer, der noch dazu sehr attraktiv Fußball spielen lässt.

    • Denk, was Du willst. Ich wünsche mir wie alle anderen hier nichts mehr, als dass Andre Schubert und in den nächsten Jahren noch häufig in die CL führt, und das mein ich vollkommener Ernst. Dann darf er gern bis an mein Lebensende hier bleiben. Es ist ein schmaler Grad zwischen Einsatz und Ertrag, es ist nicht alles Gold, was glänzt und man muss vorausschauen, wie lange ihm alle folgen.
      Der Einzige, dem ich das übrigens zutraue ist Max Eberl, und in den setze ich sehr große Hoffnungen.
      Nochmal für alle: Ich würde ihm einen 10 Jahres-Vertrag geben, wenn ich die Garantie hätte, dass es so weiter geht, mahnende Stimmen müssen aber auch in solchen Zeiten erlaubt sein.

  20. Es ist amüsant, was die ganzen BILD-Leser hier für boulevardistisch halten. Der Autor hat völlig sachlich erklärt, „warum Schubert umstritten bleibt“ (auch an der Überschrift ist nichts Reißerisches auszumachen, schließlich leiten einige andersdenkende Kommentatoren in Feierlaune ihre Beiträge damit ein, dass auch sie nicht zu 100 Prozent hinter dem Trainer stehen).

    Der Autor sollte sich nicht zurückhalten, in wenigen Monaten nicht noch einmal auf diesen Beitrag zu verweisen, wenn es bei der Borussia auf einmal dauerhaft nicht mehr laufen sollte, weil auch der letzte Effekt von Favres Arbeit verpufft sein wird.

    Auch ich werde mich noch ein bisschen an dem herausragenden vierten Platz und den kommenden CL- oder EL-Spielen erfreuen. Aber man muss auch sehen, dass es in den vergangenen 18 Jahren punktemäßig keinen schlechteren Vierten gegeben hat (sollte es bei 52 Punkten bleiben).

    In dem Artikel geht es nicht darum, etwas mieszumachen, sondern darauf hinzuweisen, dass nicht alles so rosig ist, wie es derzeit erscheint, und dass diese Probleme größer werden können. Ich bin aber zuversichtlich, dass auch Eberl sich dessen bewusst ist und darauf ein Auge hat.

    Noch ist Christoph Ullrich ein einsamer Rufer in der Wüste. Aber ich denke, er wird Recht behalten.

    • Wenn man in der Fanszene auf den Anti-Schubert-Zug aufspringt und so den Sportdirektor so unter Druck setzt, wenn es mal nicht gut läuft, dann wird man sicherlich Recht behalten. Selbsterfüllende Prophezeiung nennt man das.

      Ich verstehe nicht, warum man nicht einfach sagen kann, „ok, Eberl hat gesprochen, Schubert bleibt unser Trainer, damit ist es dann mal gut.“ Nur wenige Dinge sind für eine langfristige Entwicklung so schädlich wie eine Trainerentlassung mitten in der Saison. Da findet man keinen vernünftigen Ersatz, die Spieler sind verunsichert, während das Tagesgeschäft weiter läuft. Wenn wir also wissen, dass es vor der Saison keine geben wird, dann muss man die IN der Saison doch nicht herbeischreiben, wenn man diesen Club liebt, oder?

      Wenn man Schubert schon keinen Kredit einräumt, dann sollte man doch Eberl diesen Kredit wenigstens einräumen, wenn er auf Schubert setzt – oder nicht?

  21. Ich stimme dem Autor des Berichts in allen Punkten zu und werde Andre Schubert nach wie vor kritisch-positiv wie negativ, beäugen. Zudem steheich hinter Max Eberls Entschluß, Schubert die faire Chance einer ganzen Saisonvorbereitung zu geben.

    Ich bin also, genau wie der Autor, pro und contra eingestellt. Anscheinend genau wie 54.000 Zuschauer im Stadion gegen Leverkusen beim Stande von 1:1.
    Bei aller Freude über das Erreichen der CL Qualifikation muss man dentschieden sehen, dass Schubert nicht den selben Kredit wie ein Lucien Favre haben kann und wem ich das auch noch begründen muss, der trägt die Raute einfach nicht im Herzen.

    • Ist doch auch völlig klar, dass er den Kredit nicht hat. Favre hat hier Wunderdinge vollbracht zusammen mit Eberl. Aber Schubert ist doch auch erst ein halbes Jahr hier, da kann er unmöglich Derartiges leisten wie Favre in 5 Jahren.

      Immerhin sind wir schon mal Vierter. Da mag ein bisschen Glück bei gewesen sein, weil die Gegner auch für uns gespielt haben, aber gegen den Trainer kann man diese Platzierung ja schon mal nicht verwenden. Es sei denn man stellt sich auf den Standpunkt, dass man mit dieser Mannschaft nach 5 Niederlagen zum Start mehr Punkte holen muss, aber das halte ich persönlich dann doch für gewagt.

  22. Wenn mein heiss geliebter Schubi seine tolle Arbeit vier bis fünf Jahre so leistet, sitzt er fester im Sattel als mein ebenso heiss geliebter Luciên. Denn auch Andrê hat schon soviel für meinen VfL geleistet, dass sich sowohl Initiatoren als auch Trittbrettfahrer dieser Miesmacherparty wirklich schämen sollten. Solchen `Fans` kann man es nicht recht machen.
    OLE Borussia

    • Ach, Du hast ja so Recht – wir üben ja noch ein wenig, so cool wie Borussia.de zu werden. Mein Lieblingsnachrichtenmagazin ist übrigens das Fohlen Echo. Ein tolles zeitkritisches Heft. Ein dreifach „Schubidu“.

  23. Was sollen eigentlich immer diese Anspielungen auf das Fohlenecho und Borussia.de ? Das ist einfach peinlich. An dem Artikel gibt es mindestens genau soviel zu kritisieren wie an Schubert. Es wird eine These aufgestellt und dann nach Dingen gesucht die diese bestätigen. Guardiola kann da ein Lied von singen.

    Und an alle die meinen das so ein Artikel vereinschädigend ist. Es ist völlig egal was die „Medien“ schreiben solange sich Eberl davon nicht unter Druck setzten läßt. Das ist ganz allein seine Entscheidung. Und es sieht mir nicht danach aus als ob er das mit sich machen läßt.

    • Die Anspielungen sind doch ganz einfach: Wer keine kritischen Diskussionsbeiträge will, der sollte diesen Blog meiden. Mich nervt zutiefst dieses Einfordern von Schweigen, um der Sache nicht zu Schaden?

      Das ist so ein dämlicher Quatsch. Dieser Blog ist keiner Sache verpflichtet, auch wenn wir Fans sind. Wer das von Medien oder uns erwartet, dem hilft nur die eigene Realität oder halt PR-Gedöns der Verlautbarungssorte (sprich Vereinsmedien).

      Insofern: Wie auch wir Kritik annehmen, so erwarten wir von unseren Usern, dass sie mit kritischer Haltung zu ihren Kommentaren leben. Denn vergiss hier eine Sache nicht: Bei Halbangst gibt es kein Anbieter-Kunde-Verhältnis. Wir machen das zum Spaß und Hobby, ohne Geld und Einnahmen, wie auch alle, die hier kommentieren. Entsprechend können wir auch bisschen weniger servil gegenüber den Lesern sein. Was auch den Reiz und Unterschied – so glaube ich – zu anderen Medien ausmacht.

  24. Hallo Herr Ullrich,
    um es vorweg zu sagen: Der Versuch einer sachlichen Diskussion um André Schubert ist natürlich völlig legitim und aus meiner Sicht nicht im geringsten verwerflich oder kontraproduktiv. Ich habe auch den Eindruck, dass Sie genau das versuchen: Sachlich diskutieren.

    Ich habe zum Thema eine andere Sichtweise als Sie, aber auch das ist weder für Sie noch für mich ein Beinbruch. Ich möchte Sie aber darauf hinweisen, dass ich manche Ihrer Argumente für falsch halte und das auch gerne begründen:

    Stichwort „Stindl/Dahoud vs. Kruse/Kramer“:
    Die erstgenannten Spieler sind – so behaupten Sie – augenscheinlich besser als die letztgenannten. Damit negieren Sie die Möglichkeit, dass der Trainer – und das ist ja eine seiner Kernaufgaben – diese Spieler gut entwickelt hat. Warum eigentlich? Ich will nicht behaupten, dass die Leistungen dieser Spieler ausschließlich Schuberts Verdienst ist, aber es besteht zumindest eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass er zu ihrem Aufschwung beigetragen hat. Oder? Anders gefragt: Wenn Stindl und Dahoud so viel besser sind als Kruse und Kramer: Warum hat Favre das erst so spät erkannt, Schubert aber so schnell? Läge darin dann nicht auch eine Qualität des Trainers?

    Stichwort „Taktiklotto“:
    Diesen Vorwurf halte ich für unsachlich. Schubert wird – und das unterstelle ich ungefähr jedem Trainer in jeder beliebigen Liga und Lage – subjektiv zutreffende Gründe für taktische Änderungen gehabt haben. Man kann diese nachvollziehen oder nicht: Mit dem Begriff „Lotto“ wird man der Sache nicht gerecht, und wenn man sich um eine sachliche Diskussion bemüht, dann ist dieser Begriff absolut fehl am Platze. Die Kunst der Trainingslehre sei es, mit dem etablierten System Lösungen für immer wieder sich ändernde Situationen zu üben, sagen Sie. Ist das so? Abgesehen davon, dass zur Trainingslehre noch viel mehr gehört, kann es doch genauso erfolgreich sein, verschiedene taktische Systeme für verschiedene Situationen bereit zu halten – je nachdem, für wie intelligent man seinen Kader hält. Und das System – auch im Spiel – wechseln zu können, halte ich im heutigen Fußball für eine dringend notwendige Qualität einer Mannschaft und eines Trainers. Man kann fragen, ob Schubert in jeder Situation (oder zumindest für eine positive Bewertung mit ausreichend hoher Trefferquote) die richtige taktische Antwort gegeben hat. Dass er unterschiedliche Antworten sucht, ist aber nicht negativ, sondern im Gegenteil absolut zielführend.

    Stichwort „Schubert findet selten wirklich schnell Lösungen“
    Diesen Vorwurf kenne ich bei allen Trainern, die ich bisher in Mönchengladbach erleben durfte. Mein Vater sagte das gleiche über Heynckes in seiner ersten Amtszeit, ich erinnere mich an hitzige Diskussionen zwischen Hans Meyer und Teilen der Haupttribüne zum gleichen Thema, und Favre hat gezeigt, dass man auch mit für jedermann ersichtlich zu späten Wechseln Erfolg haben kann. 😉 Das entlastet Schubert nicht, denn wenn man es besser machen kann, sollte man es dringend tun. Es ordnet diesen Vorwurf aber ein und relativiert ihn sehr.

    Stichwort „Die Borussia hatte auch zeitweise viel Glück.“
    Das hatte sie. Sie hatte auch teilweise viel Pech. Zum beispiel inder Champions League und in einigen Spielen in der Bundesliga. Wie alle anderen 17 Mannschaften übrigens auch. Unterm Strich ist das Saisonergebnis sicherlich kein Ergebnis von Glück. Natürlich: Hätten Schalke und Wolfsburg ihr Potential abgerufen, dann wäre man jetzt vielleicht nur Sechster. Das ist eine Platzierung, die ich vor der Saison nur erhofft hätte.

    Stichwort Korb/Janschke:
    Da wird Ihre Argumentation aus meiner Sicht wieder sehr einseitig und unsachlich. Wenn der Trainer für die Entwicklung der Spieler verantwortlich ist, gilt das im Positiven wie im Negativen. Wenn Sie nur die negativen Beispiele auf sein Konto buchen, die tollen Entwicklungen bei Stindl, Johnson, Elvedi, Christensen, Raffael, vor allem aber bei Dahoud und Xhaka aber als quasi naturgegeben ansehen und nicht mit dem Trainer in Verbindung bringen, dann macht das Ihre Argumentation sehr unglaubwürdig.

    Stichwort „Beliebtheit“
    Diesen kompletten Komplex halte ich für ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Alles, was Sie dazu schreiben, mag richtig sein, aber es ist eine sehr ausgewählte Beobachtung. Wie klar sich z.B. Xhaka zum Trainer geäußert hat, halte ich für deutlich belastbarer, als die von Ihnen diagnostizierte mangelnde Freude über Herrmanns Comeback. „Da fallen schon Dinge auf“, schreiben Sie. Diese Dinge fallen Ihnen auf, weil Sie danach suchen. Hätten Sie den Bias in die andere Richtung, würden Ihnen genau gegenteilige Dinge auffallen.

    Fazit
    Zweifel am Trainer sind – so schreiben Sie – erlaubt. Zweifel sind nicht nur erlaubt, sie sind dringend notwendig. Immer. An jedem Verantwortlichen. Wer sich nicht hinterfragt, kann sich nicht entwickeln. Die von Ihnen aufgeführten Anlässe zu zweifeln halte ich im Großteil für – ich sage es ganz ehrlich und ziemlich unsachlich 😉 – Quatsch, denn man erkennt darin in fast allen Fällen ein vorher feststehendes Urteil, dass dann gestützt wird. Andersherum wäre es besser.

    Ich selber hatte lange keine Meinung zu André Schubert. Seine Erfolgsserie hat für mich nicht bedeutet, dass er ein guter Trainer ist. Schließlich hätte er auch nur der Nutznießer eines endlich geplatzten Knotens sein können. Es hat mir aber Respekt abgenötigt, dass er falsche Entscheidungen korrigieren konnte, dass er nach der Winterpause die Balance in der Mannschaft wieder hergestellt hat, dass er dem Verein gegenüber loyal war, als alle Medien es anders wollten, dass er taktische Flexibilität in die Mannschaft gebracht hat. Ob er damit letztlich auf Tabellenplatz 4 oder 8 gelandet wäre, ist mir egal. Es geht mir bei der Bewertung eines Trainers immer um die Entwicklung und nicht um kurzfristige, volatile Ergebnisse. Ich bin übrigens überzeugt, das Eberl und das Präsidium das auch so sehen. Würden sie bei Schubert keine guten Zukunftsaussichten sehen, würden Sie ihn auswechseln, und ein guter Tabellenplatz würde ihn nicht retten – und umgekehrt.

    Man kann das alles anders sehen, und vielleicht täusche ich mich. In Ihrem Beitrag ist es aus meiner Sicht aber leider bei einem Bemühen um Sachlichkeit geblieben, da – so ist meine freche Unterstellung – Ihr Urteil aufgrund selektiv wahrgenommener Fakten gebildet wird. Die von Ihnen aufgeführten Kritikpunkte halte ich jedenfalls zum Großteil für kaum nachvollziehbar.

    Mit bestem Gruß
    Henk

    • Puh,

      das ist viel an Anmerkung. Dafür natürlich Danke. Ich kann garnicht auf soviel einzeln eingehen. Ein paar Sachen will ich jedoch aufgreifen.

      So verkennen Sie die von mir genannten positiven Punkte. Ich halte die taktische Umstellung auf 3-5-2 (nennen wir es mal so) für eine Leistung. Davon aber wieder abzudrücken, nach einer Winterpause mit ordentlich Trainingsmöglichkeiten, halte ich für einen Coachingfehler. Warum? Wir haben zum Ende der Rückserie gesehen, dass das 3-5-2 die richtige Wahl für Stabilität ist. Die Auftritte nach der Winterpause wirkten eben nicht so, da wurde auch das von Ihnen kritisierte „Lotto“ gespielt. (was ich hier aufgegriffen habe: http://goo.gl/S1vSqK) Für mich ein Indiz, dass die individuelle und mannschaftliche (das ist auch die deutlich arbeitsintensivere Methodik) Arbeit an dem System nicht ausreichend durchgeführt wurde.

      Was Dahoud und Stindl angeht: Stindl war schon vorher ein sehr guter Spieler, habe ihn auch vorher für besser als Kruse gehalten. Warum es unter Favre nicht lief? Keine Ahnung. Wobei es natürlich für Stindl der erste Trainer mit größerer Detailliebe war. Schauen Sie sich doch einmal seine Trainer in Hannover an.

      Dahoud? Steht sicher für den zögerlichen Favre. Aber erinnern Sie sich an das Köln-Spiel. Favre hat dort Dahoud von der Kette gelassen – ich denke somit wäre diese Entwicklung unabhängig von jedem Trainer so eingetreten. Und Dahoud selber hat ja gegenüber dem Kicker Favre als denjenigen bezeichnet, dem er seine Entwicklung verdankt.

      Und was das mit dem Menschlichen angeht: Da es – wie ich schrieb – nur Spekulation ist, gehe ich da nicht mehr drauf ein.

      Wenn Sie insgesamt mehr wissen wollen, kann ich Ihnen noch die aktuelle Ausgabe des Vollraute Podcast empfehlen. (#73 auf vollraute.de) Dort wurde ausführlich mit mir über den Text diskutiert.

      Beste Grüße,

      Christoph Ullrich

      • ich danke Ihnen für die ausführliche Antwort! Ich möchte noch zwei Gedanken, die Sie aufgegriffen haben, aus meiner Sicht präzisieren:
        Mit Stindl und Dahoud mögen Sie Recht haben. Aber Sie blenden solche „Aber“s bei Korb und Janschke völlig aus und halten diese dem Trainer als Negativbeispiele vor. Mir erscheint das unrund. Unter Schubert gibt es – wie bei allen Trainern – Gewinner und Verlierer. Wenn die gewinner alle im Stranzl-Alter wären und die Jugend verkümmern würde, würde ich Ihre Sorge verstehen, aber da das nicht so ist, halte ich den Vorwurf, Schubert wäre in der Entwicklung junger Spieler nicht so erfolgreich, wie es nötig wäre, für falsch.
        Wie übrigens auch diesen Satz: „Für einen Club, der die individuelle Weiterentwicklung eines jeden Spielers in seine DNA editiert hat, ist ein Trainer, bei dem die Gefahr der stockenden Entwicklung besteht, tödlich.“ Das ist – ich hoffe Sie verzeihen mir die erneut lockere Wortwahl – Quatsch. Bei jedem Trainer besteht diese Gefahr, denn bei keinem Trainer entwicklen sich ALLE Spieler zum Positiven. Sie messen Schubert hier an einem Anspruch, den kein Mensch auf der Welt erfüllen kann.

        Ihren Taktik-Vorwurf kann ich hingegen gut nachvollziehen. Mich überzeugt ein Mensch in jeder professionellen (und auch nicht-professionellen) Tätigkeit allerdings immer dann eher, wenn er Fehler macht und daraus lernt. Und genau das beweist ein Trainer, der seine Entscheidungen anpasst oder auch gänzlich korrigiert. Das sollte nicht zu oft passieren, ein ewiges Hin- und Herspringen darf es nicht geben. Aber den Eindruck habe ich einfach nicht.

        Kurz und gut: Ich könnte Ihre Gesamt-Kritik besser verstehen, wenn ich das Gefühl hätte, dass es den von Ihnen schattenrissartig an die Wand gezeichneten idealen Trainer geben würde. Ich glaube aber nicht daran. Was musste sich Weisweiler alles anhören? Andere Trainer-Beispiele (Heynckes, Meyer, auch favre könnte man hier aufführen) habe ich schon genannt. Sie wiegen Schubert und befinden ihn für zu leicht. Das ist aufgrund der Historie (die St.-Pauli-Anekdote, bei uns eigentlich als U23-Trainer) verständlich. Aber wirklich belastbare Gegenargumente, die man nicht jedem Trainer irgendwie machen könnte, gibt es doch gar nicht. Das ist – so meine dummdreiste Unterstellung zumindest – auch der Grund, warum Sie u.a. zu dem windelweichen menschlichen Faktor gegriffen haben: Weil die harten Fakten einfach nicht ausreichen, um Schubert ernsthaft einen einzuschenken.

        Ich finde es übrigens ziemlich gut, wie Sie sich hier dem – z.T. ja auch deutlichen – Widerspruch stellen. ich mag solche aufrichtigen und sachlichen Diskussionen, auch wenn ich inhaltlich ja überhaupt nicht Ihrer Meinung bin.

        Beste Grüße!

        P.S: den Podcast höre ich mir am Wochenende an. 🙂

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