Ende einer Zeit der Missverständnisse

img_2002Mit der Trennung von André Schubert beendet Borussia Mönchengladbach eine Zeit der Veränderung und Missverständnisse. Manuel Breuer über eine Phase im Verein, die großartig begann, taktisch Spuren hinterlassen hat aber auch viele Defizite aufgezeigt hat.

Das Kapitel Andre Schubert als Interims- oder Cheftrainer des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach ist nach fünfzehn Monaten nun also beendet worden. Die eine, große Hoffnung, die ich mit dieser Meldung verbinde, ist, das die Zeit der Missverständnisse nun vorbei ist. Was der geneigte, oder jüngst auch gerne mal abgeneigte Leser dieses Blogs damit verbinden wird, liegt auf der Hand: Halbangst ist froh, da das Missverständnis Schubert hieß und nun ‘fott’ ist, wie es der Rheinländer ausdrückt. Doch so einfach ist es nicht, und dieses Ausbleiben des Verstehens, diese Misinterpretation, ist die Geschichte 2016 des VfL Borussia Mönchengladbach.

Es begann beim Übungsleiter – noch im Jahre 2015 – mit dem Auflockern der zermürbenden Taktik-Pedanterie Lucien Favres. Der Interimsmann merkte öffentlich an, dass er halt Verständnis für Fehler habe und das so Okay sei, und die Mannschaft dankte es ihm mit einer Siegesserie, da sie sich, nun, verstanden fühlte. Kam die Zeit Schuberts als Cheftrainer, so bleibt nun in der Nachbetrachtung festzuhalten, dass es mehr und mehr zu einer Verschiebung der Verständnisachse zwischen Trainer und Mannschaft, nicht zuletzt aber auch dem Verein und den Fans kam. Es klingt verwirrend, fasst diese Amtszeit jedoch zusammen: André Schubert ist bei Borussia Mönchengladbach gescheitert, weil er der falsche Mann am falschen Ort war, der allerdings dadurch berufen worden war, der richtige Mann am richtigen Ort gewesen zu sein.

Die Mannschaft braucht Struktur

Befreite das oben erwähnte Interimswirken eingangs einen blockierten Kader, so waren nachfolgend viele der progressiven, gewagten und interessanten taktischen Ideen Schuberts Fehl am Platze bei dieser Gladbacher Mannschaft – zumindest über kurzfristige Effekte hinaus. Ob Mannorientierung in allen Spielfelddritteln samt Pressing, Dreierkette, die Umschulung von Flügelspielern als waschechte ‘wing backs’ oder der famose rochierende Dreiersturm – Schubert zeigte – zuvorderst auch den Kritikern seines Trainer-Werdegangs – dass viel Wissen, viel Taktik in ihm steckt, und er dieses know-how auf dem Platz anwenden wird. Dies ist die zentrale Misinterpretation Schuberts. Der aktuelle Kader der Gladbacher, so der rote Faden seit Favre, scheint auf vertraute Muster, auf spieltaktische Routinen zurückgreifen wollen zu müssen, eben wie es der Vorgänger bis zum Exzess etabliert hatte. Ein junger Kader, mit vielen feinen Fußballern, dafür aber wenigen Lautsprechern, alten Hasen oder Aggro-Typen, verlangt wohl mehr externe Steuerung und Anweisungen als eine in sich ruhende, hierarisch austarierte Erfolgsmannschaft, der taktische Flexibilität und Erneuerung womöglich helfen, sich auf ein noch höheres Level zu heben.

Diese Unwucht des Gladbacher Kaders wurde schon Favre zum Problem, und prägte sich unter Schubert mehr und mehr aus, exemplarisch an den Auftritten in der Ferne zu sehen, die traditionell im Fußball eine gewisses forsches Auftreten und Selbstsicherheit verlangen, da die tragende Kraft der Heimkulisse wegfällt. Hier war Schubert diesem Team oft einen, gar zwei Schritte voraus, was zu einem mehr und mehr ungleichen Paar führte, welches sich gegenseitig verunsicherte. Hierunter fällt auch die Abkehr Schuberts von der klaren attackierenden Pressinglinie und dem damit verbundenen “Kirmesfußbal”, das Lavieren zwischen Vierer- und Dreierkette (mitnichten ein taktischer Fehlgriff per se!) und ein verzweifelter Versuch der Imitation von defensiver Stabilität in den letzten Wochen. Anders gesagt – die Mannschaft und Schubert verstanden sich weniger und weniger.

Ein Bündel an Missverständnissen

Womit wir bei den anderen Ebenen der Missverständnisse wären. Wir sprachen uns früh gegen eine langfristige Anstellung beziehungsweise eine Weiterbeschäftigung Schuberts aus, und mussten dafür oft heftig, gerne unsachliche Kritik einstecken. Nur war und ist es so, dass es niemals um eine Kritik an der Person Schubert, noch an seiner Trainerkompetenz gegangen ist. Lediglich die abnehmende Passsicherheit und die schwindende körperliche Frische im zweiten Halbjahr 2016 werfen Fragen nach tiefergehenden Problemen auf, die jedoch womöglich auf andere Bereiche der sportlichen Exekutive zurückzuführen sind, so wie die höhere Verletzungsquote im Kader aufhorchen lässt. Noch steht eine derartige Kritik am Trainer unversöhnlich mit der von Sportdirektor Max Eberl stets angemerkten “Kontinuität” oder der “DNA Borussias” gegenüber: Gerade weil die nachhaltige, vollauf überzeugende Arbeit der handelnden Personen Mönchengladbach in diesem Jahrzehnt peu à peu in eine hervorragende Ausgangsposition in der Liga, gar im europäischen Vergleich gebracht hatte, galt es, diese Position fernab einzelnen Personals nicht zu gefährden mit einer unpassenden Besetzung auf einer zentralen sportlichen Leitfunktion über den Sommer, oder mehrere Jahre hinaus.

Die Anzeichen der Missverständnisse hatten sich in der Rückrunde in Serie angekündigt. Wäre Schubert im Sommer abgetreten, so wäre dies eine grandioser Übergang für alle Beteiligten gewesen: Schubert hätte sich – zurecht – für ein grandioses Gesamtwerk, mit der Champions League- Playoff-Qualifikation des ehemaligen Tabellenletzten dekorieren können, dazu der Empfehlung, Bayern und Co. mit taktischen Kniffen und frischen Ideen geärgert zu haben. Über die Risse in der taktischen Fassade, die sich in vielen Gegentoren und schlimmen Auswärtsauftritten bereits offenbart hatten, hätte jeder Beteiligte ruhigen Gewissens darüber hinwegsehen können. Schubert hätte sich auf höchstem Niveau für weitere Aufgaben ins Schaufenster gestellt und der Verein, sich offener Kommunikation rühmend, hätte in Ruhe einen Nachfolger für die laufende Spielzeit finden können. Die Leistung Schuberts der Spielzeit 2015/2016 war – mag man den spielerischen Ansatz nun favorisieren oder nicht – bockstark. Aber es schimmerten nunmal die ersten Missverständnisse in der Interaktion mit dem aktuellen Kader durch.

Es braucht wieder eine Hierarchie

Und da gibt es noch ein weiteres potentielles Missverständnis 2016: die Einschätzung des Kaders der sportlichen Leitung. Eberl gestand jüngst ein, das Führungsspieler-Vakuum nach den Sommerabgängen “unterschätzt” zu haben. Dazu ist die Kadertiefe und -stärke von vielen, nicht zuletzt von uns hier im Blog, wohl etwas zu euphorisch gesehen worden. Allerdings: Der Weg, Talente und junge Spieler einzubauen und abwanderungswillige Leistungsträger für viel Geld ziehen zu lassen, ist genau die “Kontinuität”, die es zu wahren gilt, um Borussia Mönchengladbach passend zu seinen Möglichkeiten im Bundesligafußball zu balancieren. Das Wagnis, unfertige Spieler auch in eine tabellarisch vermeintlich “etablierte” Mannschaft einzubauen, muss dem Verein unbedingt zugestanden werden. Was dieser “Weg” ab dem Sommer 2016 nun jedoch bedeutete, war, dass dieser Ansatz es nur sehr beschränkt vorsieht, weitere aus dem Ruder laufende Parameter aufzufangen: Die oben erwähnte Diskrepanz zwischen Kadermentalität und Trainerlehre, eine stattliche Verletztenmisere und eine hohe Schlagzahl an Pflichtspielen haben in der Summe letztlich zu Tabellenplatz 14 geführt. Es ist gut, dass die Entscheidung, den Kader im Winter unverändert zu lassen, nun revidiert wurde, und eine grundlegende Inventur stattfinden wird. Sonst wird der nächste Cheftrainer der Borussia allzu schnell in Notlage geraten, einen weiteren blutleer-hilfslosen Auftritt in einem fremden Stadion erklären zu müssen.

Wobei wir bei der Stabübergabe sind, die 2016 nun beendet, und die Anlass zur Hoffnung gibt, das Präfix “Miss-” vor Verständnis streichen zu können: Dieter Hecking ist eine sehr nachvollziehbare Wahl in der aktuellen Situation. Durch die Verbindung zu Eberl wird dem Westfalen der Verein nicht unbekannt sein, und er hat, trotz jüngster Demission im Oktober, in Aachen, Nürnberg und Wolfsburg sowohl Teamaufbau, als auch Abstiegskampf und Titeljagd bestritten. Zur Erinnerung: Hecking ist neben Ralf Rangnick und Jürgen Klopp in diesem Jahrzehnt der einzige Trainer, der außerhalb von Bayern München einen deutschen Titel geholt hat. Kein Laptop-Trainer, kein Innovator, aber dies braucht es anscheinend aktuell weniger bei den Gladbachern. Und um André Schubert muss einem auch nicht Bange werden. Die Video-Botschaft zur Beurlaubung ist ein gelungener, weil stilvoller Abschied vom Klub, mit dem Schubert sogar dem “langen Schatten” Favre voraus hat, sich der Situation zum Abschied, zur Beendigung des Missverständnisses, gestellt zu haben. Es wird ihm, anders als für Favre, andern Orten Türen öffnen.

8 Kommentare

  1. Dem Kommentar kann ich nahezu uneingeschränkt zustimmen!
    Die sachliche Analyse, sowohl rückblickend, als auch vorausschauend ist genau das , was die aufgeregte Fanszene derzeit braucht.

    Das Diskrepanzen zwischen Schubert Befürwortern und denjenigen die schon früher Risiken sahen, sollte ein Ende finden.

    Ebenso das Nachkarten gegen den vermeintlich schlechten Stil der Trennung durch Eberl, den dieser Blog, aber auch andere grad befeuern und damit schon den Grundstein für die nächsten Fan Zwistigkeiten legen.
    Andre Schubert und Max Eberl meinen die Trennung vernünftig vollzogen zu haben, warum meinen dann Dritte das für die Handelnden Personen anders entscheiden/beurteilen zu dürfen?

    Unabhängig davon hoffe ich das die Bestandsaufnahme für den Verein nicht mit dem Trainerwechsel abgeschlossen ist, sondern tatsächlich auch noch in andere Ecken und Winkel geschaut wird (auch hier erwähnt Herr Breuer ja schon einige Baustellen: Fitness, Verletzungen, Kaderzusammenstellung).

  2. Andre Schubert ist auch an den sogenannten Medien gescheitert. Hier zu Lande werden Andere gefeiert. Fortwährend war zu lesen, schwierig , aufmüpfig…… also alles was bei drei nicht auf dem Presseschoß hüpft, bekommt auch keinen Kredit., willste eine eigene Meinung haben ?….musst schon deutscher Meister werden.. :::ALSO KRIECHEN ODER FLUCHEN

    Ich persönlich möchte Andre Schubert danken ……. als Favre ging, dachte ich .. F… und dann ging die Post ab. Quali erreicht und geschafft… und zudem Europa L. als Bonus für den Nachfolger.

    Werder hatte mit Schaaf am Anfang auch mal viel schlechteer Zeiten, und dann ist Werder explodiertt. , alles Gute Andre, wir werden bestimmt von dir horen.

    Vielleicht ist die Borussia zu schnell gewachsen und dazu überpropotional die Erwartungen ihrer Anhänger.
    Leider kann ich nicht einschätzen, welchen Einfluss die Glotznörgler auf Max und das Präsidium gehabt haben ……… sollte es so gewesen sein …. Daumen runter.
    denn diese Römerseuche wird man nicht so schnell wieder los

    SCHAUT EUCH MAL DIE FANS IN ENGLAND AN — WENN SIE PFEIFEN – DANN MACHEN SIE ES AM SCHLUSS UND — ZIVILISIERT:

    ANSONSTEN WIRD NUR GEPUSHT

    WIE MIR SCHEINT IST EINIGEN BORUSSIAS ERFOLG ZU KOPF GESTIEGEN – UND WENN IHR BEIM NÄCHSTEN TRAINER SO WEITER MACHT – DANN FREUEN SICH JETZT SCHON EIN PAAR wEISCHWURSCHT-GESICHTER UND MIR SCHEINT HIER VERGESSEN EINIGE DASS MAX

    EIN BAJUWARE IST:- ICH WÜRDE ES IHM NICHT VERDENKEN:

    ICH HOFFE EINIGE BEGREIFEN RECHTZEITIG DASS BORUSSIA JEDES JAHR AUFS NEUE KÄMPFEN —–UND BEI EINEM BALLVERLUST ODER EINEM FEHLPASS——– SOLLTE MAN EIN EN POSTIV MOTIVIERTEN Ausspruch VERWENDEN UND NICHT GLEICH DAS HEULRÖCKCHEN AUSPACKEN – DENN DANN HAT DIE MANNSCHAFT EINE HÖHERE WAHRSCHEINLICHKET DEN BALL ZU EROBERN UND NUR DANN KANN SICH DER ZUSCHAUER BERECHTIGT ALS DER 12 TE „MANN“ FÜHLEN.
    man sollte in Fussballstadien nur denen Eintritt gewähren die nachweisen können dass sie den Ball halbwegs geradeaus schiessen können.
    Von Dauerkartenb. wäre Doppelfüssigkeit zu verlangen…….. kleiner Scherz.

    ZU Hecking sage ich nichts. Da kämpfe ich noch mit meinen Vorurteilen .. erst mal abwarten und die Jungs dazu animieren wenn es mal nicht läuft, Über das Kämpferische zum Spielerischem zu finden.

  3. Respekt!!
    Ein großartiger Kommentar, weil sachlich analysiert und geschrieben wurde. Das Ganze mit der notwendigen Distanz. Großes Kino!!

    Bin langjähriger Borussen Anhänger und finde es persönlich sehr schade, dass es mit Andre Schubert nicht längerfristig funktioniert hat. Denke er hat sich irgendwann „verrannt“ und es hat ihm die Erfahrung und vorallem das Standing im Umfeld (und hiermit meine ich nicht zwingend im Verein) gefehlt um mit dieser Situation umzugehen. Wünsche ihm auf jeden Fall viel Erfolg auf seiner nächsten Station.

    Die Situation der Borussia in der Bundesliga ist kritisch aber nicht unumkehrbar. Ob das nur durch vermeintlich heilsbringende Winterneuzugänge erfolgen kann, halte ich für zweifelhaft. Viel mehr muss in der Tat jeder der erfahrenen Spieler im Kader (sind ja nicht soooo wenige) mehr Cochones zeigen. Ein neuer Geist in der Truppe, wie vielerorts zu lesen, würde da schon helfen. Ein Besinnen auf die Basics wie – kompaktes agressives verteidigen mit allen Mannschaftsteilen und aus der Balleroberung die schnellen Umschaltmomente zu schaffen um zu effektiven Torabschlüssen zu kommen – ist da schon ein Muß.
    Wir wissen alle das unser Kader das her gibt.

    Auch Dieter Hecking ist nicht Lucien Favre (ja ich bin wie viele andere auch nicht darüber hinweg 🙂 ), aber bringt er Erfahrung mit und strahlt sie aus. Meiner Meinung die richtige Wahl zu diesem Zeitpunkt. Alle anderen Gedanken stelle ich erstmal hinten an und stelle eine Kerze auf damit die Saison noch gut ausgeht. Soll heißen Hauptsache wir kriegen die Kurve und kommen nicht in noch größere (Abstiegs) Nöte. Alles andere ist Träumerei.

    Schön ware Herrn Hecking einfach arbeiten zu lassen und nicht nach den ersten zu erwartenden Negativergebnissen die nächste Sau durchs Dorf zu treiben.

    Ich bin überzeugt das wir den Tournaround schaffen. Denn wir sind Borussia und wir wissen wo wir herkommen!

    In diesem Sinne ein schönes Weihnachtsfest.

  4. Manuel,

    Du schlägst im mittleren Abschnitt vor, André Schubert hätte im Sommer abtreten sollen oder abgetreten werden sollen. Unbestritten gab es schon in der Rückrunde einige Schwächen und hinreichend Anlass zur Kritik. Aber, nicht zuletzt ist es auch sein Verdienst, dass die Mannschaft sich für die CL-Playoffs qualifiziert hat – es hätte sich für mich sehr falsch angefühlt, wenn man ihm von Vereinsseite verwehrt hätte, in diesem Wettbewerb zu coachen.

    Ich halte die Entscheidung, sich jetzt zu Anfang der Winterpause von AS zu trennen, für richtig. Dieter Hecking jetzt halte ich darüber hinaus auch für die sinnvollere Lösung, statt einer Interimslösung bis zum Sommer.

    Schwarz-weiß-grüne Grüße
    Sascha
    vollraute.de

    • Hallo Sascha,
      zu AS und Sommerablösung: Ich glaube, es wäre rückblickend die beste Lösung gewesen, um mittelfristig besser aufgestellt zu sein. Dass so etwas rückwirkend einfacher ist zu sagen, sich zu dem Zeitpunkt damals ‚falsch‘ angefühlt hätte und sicher schwer(er) zu vermitteln gewesen wäre, ist mir klar, und ein nachvollziehbarer Standpunkt. Von daher ist dein Einwurf berechtigt.
      Zu Hecking – was du sagst.

      Gruss

  5. Andre Schubert ist an seiner Sturheit gescheitert. Immer wieder ist es zu taktischen und personellen Entscheidungen gekommen, wo man absehen konnte, dass diese scheitern werden. Dennoch hielt er stur an seiner einmal eingeschlagenen Marschrichtung fest.
    Richtig wäre gewesen mal wieder einen Schritt zurückzurudern und sich auf das zu besinnen was zu Beginn nach der Ära Favre 10 Spiele lang sehr gut funktioniert hat. Diesen Schritt „back to the roots“ hat Schubert aber nicht gemacht sondern sich immer weiter in taktische und personelle Experimente verstrickt. Genau daran ist dieser Trainer gescheitert. Der Trainer ist nicht an fehlenden fachlichen Fähigkeiten gescheitert – das ganze war mehr oder weniger ein mentales bzw. psychologisches Problem. Dass die vielen Experimente in der Mannschaft für Verunsicherung sorgten und manche Personalentscheidungen sicher als ungerecht empfunden wurden hat das Standing des Trainers innerhalb der Mannschaft offensichtlich negativ beeinflußt. Man hatte zum Schluß nicht mehr den Eindruck, dass Trainer und Mannschaft eine Einheit verkörpern …

  6. Hallo Manuel,

    ich glaube, dass Eberl eigentlich Schubert ger nicht wollte. Er zögerte doch recht lange bis zu dem Zeitpunkt and dem er nicht anders könnte. Ich hätte mir damals schon gewünscht, man solle sich Zeit mit der Suche nach einem langfristigen Ersatz für Favre zu lassen. Auch vor Ende der Saison gab es Gerüchte, dass man an Weinzierl dran sei, aber letztlich der Vorstand sich gegen Eberl durchgesetzt hat.

    Es schien mir auch recht seltsam, dass nach der Hälfte dieser Vorrunde die Mannschaft schon auf dem Zahnfleisch zu laufen schien, was eigentlich erstaunlich ist, da es wirklich noch recht früh in der Saison war und außerdem (wenn man den Statisten Glauben schenken darf) die zurückgelegte Laufstrecke der Mannschaft pro Spiel erheblich geringer war als noch unter Fabre. Ich denke daher, dass der Fitnesszustand der Mannschaft nicht zufriedenstellen war und dafür ist wohl der Trainer zuständig.
    Darüber hinaus hatten wir immer mehr Muskelverletzungen, was unter Fabre recht selten vorkam.
    Ich stimme dir voll zu, die Struktur der Mannschaft nahm ab, ebenso die Automatismen, wogegen die Verunsicherung zunahm.
    So hat die Vollraute Runde vor Wochen richtig gelegen, gibt der Mannschaft bis zur Winterpause Zeit, wenn es nicht besser wird, das Ergebnis sieht man nun.

  7. Zu Schubert ist nun eigentlich viel bzw. alles gesagt. Ob es das Hauptproblem war, werden wir dann bald in der Rückrunde sehen Bin eigentlich nur gespannt wie Dieter Hecking die total verunsicherte oder auch total überforderte Mannschaft was Flexibilität der Spielsysteme angeht, wieder hinzukommt. Ich bin sicher das Hecking kein schlechter Trainer ist und die nötige Erfahrung hat. Ob er aber die überzogenen Erwartungshaltungen von ganz vielen Eventfans erfüllen wird, wage ich zu bezweifeln. Wir werden sehen was die Zukunft bringt. Ich kann nur hoffen, dass diese Lösung eine langfristige ist und wir nicht nächstes Weihnachten wieder dumm dastehen. Frohes neues Jahr euch allen…..

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