Eine Überraschung, keine Sensation: Gladbachs Meisterschaft

517714720_b636e964aa_oJetzt ist auch die Bundesliga in die Saison gestartet; es geht also auch in der höchsten deutschen Spielklasse los. Vorbei die Zeit der Prognosen. Es geht auf den Platz. Und das ist auch gut so – nun setzt sich nämlich die Realität durch. Und die heißt, “It’s Mönchengladbach, stupid”!

Ich gebe ja zu, wenn es nach mir geht, dann ist Mönchengladbach jedes Jahr ein Meisterkandidat. Da bin ich Fan durch und durch. Und in den vergangenen fünf Jahren habe ich mich ja maximal um sieben Plätze vertan. Im Grunde war der achte Platz in der Spielzeit 2012/13 fast schon ein negativer Ausreißer. Seitdem kennen vor allem Kaderqualität und Marktwert der Borussia nur eine Richtung: steil nach oben.

Rechnet man die ersten fünf Spieltage der Vorsaison heraus, dann hat man in der Tat die Spielzeit des Vorjahres übertroffen, in der Lucien Favre das Team auf Platz drei führte. Da kann man als Fan schon einmal träumen, dass es weiter in ungeahnte Höhen gehen könnte. Aber anders als in den Vorjahren habe ich hier im Blog darauf verzichtet, Gründe für eine Meisterschaft der Borussia zu finden. Warum? Weil es einfach kein Spaß mit einem Augenzwinkern ist. Im Gegenteil: Ich bin ganz froh, dass die durch BvB-Bayern-Dominanz im Kopf festgefahrene Sportmedienwelt bisher nicht auf die Borussia gekommen ist, die seit bald fünf Jahren andauernde Bayern-Dominanz zu durchbrechen.

Falsches Understatement gut verkauft

Mir wird es damit sicher ähnlich gehen wie vielen anderen Fans. Jetzt bloß nichts laut sagen. Die falsche Erwartungshaltung könnte am Ende den Traum zerstören. Man schaue nur in Richtung Schalke, wie sehr dort der wahnsinnige Meisterwunsch zu jedwedem Irrsinn und Misserfolg führt. Doch man darf natürlich nicht aus Angst vor einem “Schalker Schicksal” verschweigen, dass es sehr gut um das eigene Team steht. Davon wissen auch die lokalen Blätter. Doch auch Rheinische Post wie die Westdeutsche Zeitung hielten sich bislang vornehm zurück. Auch hier gilt: Bloß nicht laut “Meisterschaft” sagen. Da sind lokale Medien leider nicht anders als Fans – gerade in Gladbach, wo bei Toren für die Borussia Reporter sich gerne mal – in zutiefst locker verstandener journalistischer Distanz – jubelnd in den Armen liegen.

Es ist also nicht erstaunlich, dass rund um die lokalen Ebenen in Mönchengladbach vor der Saison die Tiefstapelei herrschte. Was leider von den landesweiten Medien aufgegriffen und übernommen wurde. Zwar glaubt auch bei Süddeutscher Zeitung, 11Freunde und Frankfurter Allgemeiner Zeitung keiner mehr an das wie ein Mantra vertretene Ziel, man sei in der Vereinsführung mit jedem einstelligen Tabellenplatz zufrieden. Aber sonst zweifeln die Kollegen nicht an der Schimäre, die Borussia sei eher ein kleiner Fisch unter den Großen wie Schalke, Wolfsburg, Dortmund oder Leverkusen. So wird aus einem Abgang eines Granit Xhakas schnell mal ein erneuter Aderlass, der danach schreit, nicht 1:1 ersetzt werden zu können.

Gegen die geschäftsschädigende Langeweile

Und so tippt die 11Freunde die Borussia in ihrem Sonderheft auf Platz 6 und der SZ-Redakteur Martin Schneider hält im Rasenfunk die Mannschaft stark genug für Platz 5, schießt aber mit seiner Einschätzung den Vogel ab, dass der Kader für eine Saison in der Champions-League “wahnsinnig dünn” besetzt sei. Um es ironisch zu sagen: Das ist genauso steil beobachtet, wie der Tipp von nicht wenigen weisen Sehern, die Leverkusen für einen Titelkandidat halten. Klar hat Bayer einen guten Kader, aber oft klang in den Tagen bis zum Spiel im Borussia-Park diese Idee eher wie ein bemühter Versuch, den Wunsch nach weniger Bayern- und BvB-Dominanz wahr werden zu lassen.

Und genau da kommt die Borussia ins Spiel. Legen wir mal die Fanbrille ab, lösen uns mal von einer für die Bundesliga fast schon geschäftsschädigenden Langeweile an der Tabellenspitze und schauen mal auf ein paar Fakten (und die werden der demütigen Vereinsführung nicht gefallen). Im Grunde ist die These eines Max Eberl nicht haltbar, dass man nur ein kleiner Fisch sei.

Gladbach hat die stabilste Frühform

Fakt ist: Kaum eine Mannschaft hat zum Saisonstart ein stabileres Gerüst als die Borussia vom Niederrhein. Anders als bei Bayern München ist der Trainer dann doch nicht gewechselt worden. Anders als in Dortmund musste mit Granit Xhaka im Kern nur ein Leistungsträger ersetzt werden, der dazu intern (Dahoud, Christensen oder taktische Varianz) sowie extern (Strobl, Kramer, noch mehr taktische Varianz) kompensiert werden konnte. Hinzu kommt ein inzwischen unfassbares Hinterland an Talenten, dass sogar bespielt werden kann – hat man doch anders als Leverkusen noch eine U23 im Spielbetrieb (Auch wenn das nur eine Kleinigkeit ist, aber im Meisterkampf geht es ja um Zentimeter.).

Hinzu kommen Wolfsburger mit internen Schwierigkeiten, die wahrscheinlich deshalb nichts gegen einen stabilen Europa-League-Platz hätten und Schalker, die erneut auf die großen Ankündigungen ihres Aufsichtsratschefs Tönnies reinfallen, inzwischen den FC Sevilla leerkaufen, dabei aber das wichtigste Detail übersehen: Zum einen ist die Mannschaft immer noch nicht homogen, zum anderen war der Schlüssel zum Erfolg der Spanier Unai Emery – offenbar ein noch größerer Trainer-Freak als Lucien Favre. Eine solche Gründlichkeit, die für einen Erfolg der Schalker Mannschaft notwendig ist, wird für einen Trainer wie Markus Weinzierl eine Herausforderung. Die Erstrundenniederlage in Frankfurt hat eindrucksvoll bewiesen, wie schwierig die Schalker Truppe zu steuern ist.

Es könnte verrückt enden

Aber auch jenseits der Gegner sprechen noch einige Komponenten für einen großen Gladbacher Erfolg. André Schubert scheint die richtigen Weichen gestellt zu haben, er selber wirkt auch insgesamt nach Außen so entspannt, dass selbst mir als großer Kritiker an seiner Arbeit kaum was zu mäkeln bleibt. Außerdem ist der Spieltagsplaner Borusse. Der späte Start in die Liga hat dem Verein drei sehr erfolgreiche Spiele zum Start beschehrt, hinzu kam der Sieg zum Ligastart, perfekterweise gegen einen direkten Konkurrenten. Anders als in den Vorjahren geht es jetzt aber nicht Knall auf Fall weiter. Länderspielpause sei Dank.

So wurde aus der Mehrfachbelastung zu Beginn ein Wettbewerbsvorteil – keine Mannschaft ist so eingespielt wie die von André Schubert. Und genau dann, wenn es in die hohe Belastung gehen könnte, gibt es eine Pause. Das könnte die Serie festigen, weitere schnelle Siege aufgrund guter Regeneration zu richtiger Zeit bringen. Gehen wir dann mal davon aus, dass auch die nächsten Spiele erfolgreich verlaufen, kommt man in der Bundesliga schnell in einen Lauf. Anders als kleine Clubs jedoch, die hin und wieder ebenfalls gut starten, ist der Gladbacher Kader zu gut für einen Einbruch. Und das kann heißen: Wenn der Klassenprimus aus Bayern strauchelt, die Borussia ihren Punkteschnitt noch einmal signifikant steigert, kann es passieren, dass am Ende nur die Gladbacher stabil genug sein werden, diese Chance zu nutzen. Und was dann passiert, klingt zwar logisch, ist aber irgendwie auch unerhört: Die Borussia könnte Meister sein. Kein Witz, keine Ironie, aber es wäre auch keine Sensation – was es nicht weniger verrückt für den Fan macht.

Foto: Stefan Baudy, geändert mit pixlr-express, veröffentlicht unter Creative Commons.

8 Kommentare

  1. Danke für die wundervolle Traumreise! Es hat sich wirklich gut angefüllt.
    Aber du hast recht: Warum sollte Gladbach nicht auch wie Leicester City das Wunder schaffen. Für mich wäre es schon eine (traumhafte) Sensation.

  2. Hallöchen!
    Gladbach wird Meister! … … … mit Schubi als Trainer??!? … … … ist der Beitrag von Christoph Ulrich (soviele Fragezeichen kann ich gar nicht machen muahaha)

    Oki mal ernsthaft, isch ´abe ja gar nix dagegen. Sowohl meine Freundin, bester Kumpel und meinereiner haben kleine Beträge eben darauf gesetzt.
    Aber von Dir finde ich das extrem belustigend, sorry; und damit komme ich zu dem Grund meines Beitrages: Du diskutierst ziemlich scheisse
    In Deinem `Schubi-umstritten´-blog hatte ich Dir gesagt, soviel Glück konnten wir kaum haben, nach Favre aus unserer zweiten Reihe so einen Trainer für unsere erste zu haben. Auch andere User wunderten sich schwer über Deinen Verriss. Allesamt hatten wir nur das Niveau von borussia.de und Boulevardblättern. Minge liiiiebe Fründ, mein Name unter Freunden ist Nobby die Raute – obwohl stolzer Ruhrpottler bin ich mit knapp 52 seit viereinhalb Jahrzenten stolzer Borusse; komme aus Recklinghausen (Schalkeland), lebe seit 2 1/2 Jahren in Bochum und habe da mit dem andern VfL meine zweite Heimat gefunden (wie Christian Hochstätter wohl auch hehe)
    Isch `abe auch so zwanzisch Jahre gelitten mit unserem VfL, aber seit sechs Jahren habe ich nur noch Spaß – bei allen Probs auch in dieser Zeit. Und Kern dieser Entwicklung ist Max … und dahinter noch Schippers … und dahinter noch Königs und eine einfache , aber geniale Idee: Wir arbeiten hart und redlich (keine Schulden) und machen das, was wir am Besten können: Fussball spielen … im Zweifel immer mit jungen leidenschaftlich spielenden Talenten, die sich ein Bein ausreissen und weiter kommen wollen.

    Wir werden immer der Underdog bleiben und doch gebe ich Dir recht: Nach dem aktuellen Stand haben wir eine Aussenseiter-Chance, Meister zu werden. Ebenso sehe ich in dieser – i think – heftigsten Gruppe ever auch eine Aussenseiterchance sogar in der CL weiterzukommen haben.
    Bei der derzeitigen Entwicklung unseres geliebten VfL 1900 ev. werden wir mittel bis langfristig durch solide Arbeit und die Basis unseres rasant wachsenden vereinseigenen Borussiaparks definitiv eine deutsche und damit auch weltweit Spitzenmannschaft oder besser gesagt ein absoluter Ausnahmespitzenclub werden.
    Noch schneller könnte es gehen, einer der beste Ausbildungsclubs weltweit zu werden – und die Konkurrenz nur im Lande ist gigantisch, selbst Hoffenheim macht einen riesen Job, aber auch Sechzger(1860) sind Giganten der Fußballschule.

    Zu Schubert konkret: Mir gefällt alles, was ich da beobachten kann incl. seine Karriere über Pborn, Pauli, DFB U15. Mir gefällt, wie er spricht und arbeitet. Auf die Journal.frage, was nach dem 1:3 in Bern noch schief gehen könnte, sagte André: Einfach alles! Nach einem unglücklichen Konter liegen wir durch Elfer zurück, haben einen Mann weniger und alles ist fast wieder offen.
    Schubi labert nicht viel,aber mit unserem Kader und allem im Hintergrund macht der Kasselaner Jung einfach nur einen perfekten Job.
    Falls Du an differenzierten Meinungen interessiert wärest, könnte ich Dir gerne begründen, warum ich ihn Trainer für unvergleichlich besser als den maßlos überschätzten Supersupersuper halte.
    Selbst taktische Fehler sehe ich häufiger beim Katalanen. Was mich aber am meisten abstösst, ist seine Art, mit den Fachleuten im Club zu arbeiten. Betreuer, Physios, Ärzte – alle haben weniger Ahnung als Pep – auf ihren eigenen Gebieten! Das Negativste ist aber der Saisonaufbau. Sein Dominanzspielchen zu Beginn der Saison (erste Hinrundenniederlage in Gladbach in drei Jahren) und damit einer neuen Stufe der Bayerndominanz der BuLi steht ein eklatantes Versagen in Spitzenspielen Ende der Saison gegenüber.
    Was mit unserer Mannschaft unter Schubi derzeit passiert, schnallst Du bei aller Euphorie, die auch Dich ergriffen hat, noch immer nicht – André Schubert hat die Möglichkeiten, wie Hennesje damals den Fußball auf eine neue Ebene zu heben und nicht weniger! Fohlenelf 2.0, Reloeded or ähnlich shit 😉
    Trotz Abgänge sechsmal in fünf Jahren auf Niveau sämtlich nahe der Weltklasse(Reus, Dante((jo er auch er war derzeit so gut), Ter Stegen, Kruse, Kramer und Xhaka wurde unser Kader kontinuierlich stärker.
    In diesem Jahr fällt es dem letzen Deppen auf, was da auf der Bank sitzt dh. im 18er Kader ist … Tobi Strobl steht exemplarisch dafür was mit wenig bis nix an fin. Aufwand möglich ist. Er war die erste Verpflichtung und definiv nicht wegen Ablösefreiheit.
    Ebenso exemplarisch steht Kollegsch Brouwers dafür. Wir alle lieben ihn und verdanken ihm so viel. Roooooel wird definitiv glücklich bei Roda, aber es reicht nicht mehr für unsere erste … und dieser Jung´ hat von hefigsten Kämpfen in Auf- und Abstiegskampf bis überzeugenden Auftritten in der CL alles wirklich gut gemeistert.
    Unser Kader ist mindestens einen Schritt weiter und Roel weiß das.
    Schubert indes macht aus diesem nicht nur qualitativ, sonders unfassbar variablen Spielern eine Truppe, die mit den bekannten Spielsystemen balanziert wie manche Teams nichtmal mit dem Ball.
    Sieh´ Dir mal zur Saisoneröffnung beim Mediaday an, wie Christofer Heimeroth den Ball in flotten Lauf hoch hält. Macht kein Barcélona-Innenverteiger besser smile. Die Cracks wie Hazárd mache das auch mit Tennisbällen oder Baseballeiern im Laufen. Indiesem Team kann JEDER kicken.
    Du hattest Dir mal Sorgen um die Fitneß gemacht, weil Schubi Deiner Meinung nach zu wenig trainieren würde. Dagegen habe ich den Eindruck, das es einfach exakt genau dosiert und perfekt auch auf die Physis jedes einzelnen Spielers abgestimmt wird und mit den einzelnen Physios bzw. Trainern, Ergo´s funkt perfekt.
    Eine Leistung wie gegen Vizekusen beweist die fast perfekte Physis. Zu Beginn herrschten 36° und das Tempi war dazu incredibile – auch bei der Werkself. Erstaunliche Leistung für´s zweite Saisonspiel. Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein anderes Mal erzählt werden lmw
    So eine Leistung ist nur bei perfekter Fitneß möglich :o)
    In Deinem jetzigen blog ist wohl von Leserseite noch nicht ganz sooo viel geschrieben worden – trotz einigermassen spektakulärer These der Meisterschaft. Falls Du eventüll doch Interesse an anregenden, intensiven, kontroversen und damit lebendigen, fruchtbaren Diskusssionen hast, ein Tip von´nem alten Mann: Auch wenn Du das Glück hattest, benachbart die Entwicklung und Training der Mannschaft von klein auf zu erleben, macht Dich das nicht automatisch zu einem Experten – der scheinbar schlauer als Weisweiler, Heynkes, Eberl, Favre und Schubi zusammen …
    entkrampf Dich mal etwas!
    Stellst Du provokativ in den Raum, das Schubi umstritten bleibt, stehen die meisten Fans meinungtechnisch dagegen – musst Du mit Leben – oder diskutieren mit Dir macht keinen Sinn. Die sind nicht alle doof, weil sie die Schubert´sche Findungsphase entspannt sahen … und lesen nicht alle in devotester Gläubigkeit borussia.de (lustigerweise berichten die auch relativ schonungslos über Mißerfolge) Wer verteilt, muß doch auch einstecken können, rischtisch ?? Bei uns gehört die Demut zum Programm und das ist keine Kokketerie: Wir werden immer der Underdog sein und das ist einfach nur gut so. So ein Underdog wie bespielsweise Athlético Madrid. Fast keine Chancen in der Meisterschaft und doch immer stärkerer Global Player mit Aussenseiterchancen auf den CL Titel. Wenn wir in einigen Jahren auf diesem Level sind und das halte ich nun einmal für möglich, haben wir unser Underdogdasein gekrönt. Ein Bisken von dieser Demut, v.a. aber Respekt vor anderen Meinungen würde Dir gut zu Gesicht stehen und vor allem gaaanz eventüll klasse Gespräche ermöglichen … sorry wenn dieser lange `Erguß´ manche Geduld überstrapazierte, aber es kam von Herzen 😉

    Mit freundlichem Rautengruß dat Nobby

  3. Hallo Nobby,
    vielleicht antwortet CU dir auch noch, wollte nur als anderer „Gladbacher Autor“ von Halbangst etwas anmerken: Glaube mir, wenn CU eins ist, dann diskussionsfreudig! Wir diskutieren intern seit langen Monaten über Schubert und die Mannschaft, und hier werden Meinungen nach Argumenten auch revidiert, und durchaus andere Sichtweisen mehr als nur zugelassen. Guck doch nochmal, wie selbst CU in seinen letzten Artikeln Schubert ausdrücklich lobte bzw die starken Aspekte seiner Arbeit herausstellte! Wenn das nicht Respekt und Akzeptanz vor anderen Meinungen/Entwicklungen ist, dann weiß ich es nicht. Und zum Ton, er ist hier auch in den Diskussionen/Kommentaren (denen wir uns immer offen stellen) sehr aggressiv als „Hetzer“ o.ä. bezeichnet worden, was ich sehr unpassend fand.
    Hier wurden/werden Meinungen vertreten, und das steht uns, wie dir, lieber Nobby, zu. Da CU aber auch seinen Standpunkt ändert, wenn es die Sachlage hergibt, finde ich ist die Kritikfähigkeit hier enorm gegeben (noch einmal, empfehle die Juni/Juli-Beiträge.
    Rautengrüße
    Manuel

  4. Hallo Manuel!
    Vielen Dank für Deine Antwort, ich möchte wirklich keinen Stress erzeugen, stänkern oder überdramatisieren. Aber der Beitrag vom 10.Mai war schon ein gaaanz klein wenig provokativ, mein Beitrag war ca. der 35te. Die meisten verstanden nicht, warum Schubert `umstritten bleibt´ und wurden(ist ja alles noch online) etwas billig abgebügelt.
    Keinesfalls möchte ich dazu einladen, beleidigend oder respeklos mit Christoph umzugehen.
    Meinereiner hat den ersten Kommi dazu zwar nicht wirklich beleidigend, aber schon etwas rotzig und ebenso provokativ wie er geschrieben und meine – unsere Meinung wurde auch bei freundlicheren Kommis vorher nur mit borussia.de/facebook-Niveau beantwortet.
    Wer provokante Thesen verbreitet, muß einfach damit leben, das hier zufriedene Fans den Kopf schüttel und sagen: Null Problemo
    Falls bei meinem recht ausführlichen Erguß hier herauskommt, das zu unserer schon recht sicheren Meisterschaft hihi hier in Christoph´s blog eine klasse Diskussion entsteht, bin ich erfreut gerade auch für ihn. Wenn es auch bisher nicht so ausschaut, bin ich auch eher ein skeptischer Mensch und die Diskussion hier ist in der fantastischen, spannenden Situation unserer/s Mannschaft/Clubs doch eher dürftig, rischtisch ?!? 😉
    Es wird für ihn eine Hürde, mir sachlich zu antworten und das tut mir etwas leid. Aber ich versichere, das ich auch ihm nichts böses möchte.
    Wir werden alle eine geile Zeit erleben – ab zehnten gibt es sieben Spiele in 22 Tagen – ein Spiel geiler als das nächste! Oki die Bayern und der BV09 fehlen in der BL. Das wird aber mehr als wett gemacht durch Spiele vs. ManCity und zuhause gegen den richtigen FCB smile
    In gut vier Wochen werden wir schon etwas schlauer sein, ob uns in diesem Jahr eine aussergewöhnliche Saison gelingen könnte. Maximal vier Tage muß man auf´s nächste Spiel warten bis zur nächsten Länderspielpause. Lasst es uns geniessen, das ha´m wa uns verdient!
    Ciao dat Nobby

  5. Wäre das schön für die BL wenn mal ein anderer Meister werden würde !! Viva BMG !!
    Fest dran glauben , dann klappt das auch endlich wieder!

  6. Ich sehe das nicht zu verbissen, aber interessant wäre ja schon, was den Meinungsumschwung bei Herrn Ullrich genau hervorgerufen hat. Allein der Saisonstart kann es ja nicht sein. Gegen Leverkusen gewonnen haben wir unter Schubert bereits, auch gegen Bayern. Objektiv ist doch seit dem letzten „Verriss“ nicht so viel passiert bei der Borussia. Das Abwehrproblem war schon zum Ende der letzten Saison keins mehr.

    Wenn her Ullrich seine Meinung geändert hat, einfach weil er Dinge heute anders beurteilt (sprich sie damals aus heutiger Sicht falsch beurteilt hat) wäre das ein völlig normaler Vorgang. Leider nicht ganz so normal ist es in unserer Kultur, den eigenen Irrtum dann auch offen so zu bezeichnen.

    Zum Thema. An eine Meisterschaft glaube ich nicht. Fußballerisch hätten wir die Qualität, bei einer Schwäche der Bayern sich dass ganz große Ding zu drehen. Allerdings fehlt uns dafür noch die Tempohärte. So eine Saison kann sehr lang werden, wenn man sich in neuen Sphären bewegt und die lauft nicht kennt. Ab Platz 2 finden wir uns in mehr oder weniger bekanntem Wasser wieder, da sehe ich durchaus Chancen, je nachdem was die anderen machen. Aber Meister nur dann, wenn wir ohne groß im Fokus zu stehen, in die Situation geraten sollten, relativ spät in der Saison mit 1-3 Spielen den Coup zu landen.

  7. Moins! 🙂
    Sooo, jetzt wirst Du Dich mit Deinem ganz persönlichen Paradoxon wohl anfreunden müssen! Lach, so sorry 😉
    Das ich mich sehr über Schubi´s Vertrag bis 2019 gefreut habe, ist schon klar geworden?! Auch den Zeitpunkt der Bekanntgabe zum einjährigen und vor Barcá ist exakt der richtige Vertrauensbeweis und bietet Planungssicherheit für mittelfristiges Arbeiten.
    Die nächsten beiden Spiele sind wieder sehr wichtig, in welche Richtung diese Saison geht. Sollten die Katalanen ihrer Favoritenrolle gerecht werden, ist der Traum von mehr als der EuroLeaque-Quali wohl vorbei. Sonntags auf Schalke ist ebenfalls ein Spiel, das richtungsweisend sein kann, ob wir kontinuierlich oben dran bleiben können.
    Für beide Spiele bin ich sehr guter Dinge, aaaber …
    zum eigentlichen Thema dieses Beitrages zurück: Sollten die bajuwarischen Stinker nur annähernd so durch die Saison spazieren, wird mal überhaupt niemand sonst Meister `17. Gegen Bremen gab´s die Punkte auf einem freundlichen Silbertablett serviert. Doch auch die wirklich schwierigen Spiele wurden am Ende gewonnen. Glück? Ja, auch. Aber ich zahle gerne drei€ für die Bemerkung, daß man das Glück auch zwingen kann/muß smile
    Ingolstadt hat schon eine tolle Leistung in München gebracht. Aber was der HSV da abgeliefert hat, war für mich sensationell. Dieses Spiel hätte ich den bis dahin scheintot spielenden Fischköppen nicht zugetraut – Respekt!
    Ergebnis jedesmal drei Punkte. Bei solchen Spielen, gerade auch von der kämpferischen Einstellung und nochmals verbesserten Defensivleistung können sich die Bazi´s drei bis vier Niederlagen leisten und holen doch die Schale. Wer glaubt denn ernsthaft, das sie öfter verlieren??! Nichtmal ich als pathologischer Optimist halte das für möglich.
    Ausser der Meisterschaft(da müsste echt viel passieren) und dem CL-Titel traue ich unserem Team aber alles zu, speziell im DFB-Pokal. Aus dem Debakel vs. ausgerechnet Bremen haben Mannschaft und Trainer gelernt und mit etwas Losglück(nicht nur auswärts nach dem Stuttgartspiel, toi toi toi) sind wir da ein heisser Kandidat.
    Erstmal werden wir aber in den nächsten Tagen CL- und BL-mässig etwas schlauer sein – Spannnnnung!

    Mit freundlichem Rautengruß
    dat Nobby

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