Dem Max Eberl seine Schuld?

img_1838In Mönchengladbach zeigen alle Beteiligten, wie man aus einer guten Mannschaft eine Rumpeltruppe macht. Vor allem der Manager merkt scheinbar nicht, wie er sich und seiner Karriere inzwischen schadet.

Sonntagvormittag im Winter ist in der Regel ein unangenehmer Tag für Trainer, deren Clubs das erwartete Mindestmaß unterlaufen. Samstags verloren, Fass übergelaufen, am Sonntagvormittag, passend zur Schnapsrunde auf Sport1 entlassen, damit das Telefoninterview in doppelpassiger Bierzeltatmosphäre noch geführt werden kann. Insofern kann man als Fan von Borussia Mönchengladbach eigentlich froh sein, dass der Club diese niedere Ebene der Fußballberichterstattung selbst in schlimmsten Zeiten nie hat bedienen wollen.

Allerdings ist der Sonntag nach dem Spiel in Augsburg wohl die Ausnahme, die sich Borussia Mönchengladbach hätte nehmen sollen. Max Eberl oder andere aus der Leitungsebene müssen ja nicht gleich im unsäglichen “Doppelpass” erklären, warum sie André Schubert freigestellt haben. Es würde für diesen Fall eigentlich keine weitere Erklärung brauchen.

Ein Brei zufälliger Pässe

Inzwischen hat nämlich eine überdeutliche Mehrheit der Stadiongänger genug von der Performance des Teams. Die Niederlage in Augsburg – so dämlich und unnötig sie war – war auch ein spielerischer Offenbarungseid. Keine Automatismen mehr, einfach nur kopfloses individuelles und unfittes Ballgeschiebe. Ein Brei zufälliger Pässe aus einem defensiven Grundordnungsversuch heraus. Die endgültige Frontzeckisierung des Gladbacher Jahres kam, als Als André Schubert bei Ecke gegen sich Raffael auswechselt, der sich wie eine Version des 2010er Arangos vom Trainer “verabschiedete” und dann Tobias Strobl den Sebastian Schachten gab. Mehr Frontzeck ging nicht – es ist fast schon wieder lustig.

Damit ist die Kirsche nun endgültig auf den fetten Sahnemilchshake gelegt: André Schubert hat in zwei Vorbereitungen jegliche Automatismen einer eigentlich eingespielten Truppe abgeschafft. Seine sprunghafte Taktik hat nichts mehr von der Akribie der Vorjahre übrig gelassen. Und der Sportdirektor, der entscheiden muss und immer wieder mit Bayern München in Verbindung gebracht wird? Der will in der Winterpause alles in Ruhe analysieren und dann Entscheidungen über Transfers wie auch den Trainer treffen. Mit genau dieser Haltung brauchen wir aber eigentlich nicht mehr über den Trainer diskutieren. Sondern über Max Eberl.

Filterbubble-Eberl?

Da wäre nämlich ein kurzfristiges Problem gegeben: Soll André Schubert wirklich am Dienstag (20.12.2016) gegen Wolfsburg auf der Bank sitzen? Glaubt Eberl wirklich, dass bei der Mannschaftsvorstellung Schubert nicht ausgepfiffen wird? Gegen Mainz war es schon das halbe Stadion! Glaubt er wirklich, dass das Publikum geduldig auf ein Tor wartet? Und glaubt er, dass selbst ein Sieg gegen Wolfsburg noch die Rettung für den Trainer bringt? Zwar ist Fußball ein Sport der Ergebnisse, die auch Eberl fordert. Aber das Wie ist genauso wichtig. Genau das aber besteht nur noch aus einer Ansammlung von Rückschritten. Aus frischem Hurrafußball favreschem Erbes wurde Kirmesfußball, dann ging es ab wie auf dem Bolzplatz gefolgt von Angsthasenspielereien und am Ende steht nur noch der Rumpelfußball. Es braucht ‘ne heftige Wahrnehmungsblase das entscheidende auf dem Platz nicht mehr zu sehen.

Gehen wir aber mal davon aus, dass Eberl diese nicht hat. Dann ist es menschlich unordentlich, den Trainer am Dienstag auf die Bank zu setzen. Dann ist Schubert nämlich längst von seinen Aufgaben entbunden und darf zur Belohnung noch einmal Spießrutenlaufen. Womit wir bei Eberls so heiß geliebter Kontinuität wären: Bei Borussia besteht die auch darin, mit Menschen anständig umzugehen. Nach dem Fall Alvaro Dominguez sollte Eberl vielleicht nicht fahrlässig einen Fall Schubert schaffen, indem er ihn gegen Wolfsburg vorführt.

Lebt Eberl aber in einer Wahrnehmungsblase, die ihn glauben lässt, mit Schubert mittelfristig wieder erfolgreich sein zu können, bräuchten wir über den Trainer längst nicht mehr reden. Dann hat Eberl aus dem Fall Frontzeck und dem Abgang Favres nichts gelernt. In beiden Fällen hat er wichtige Zeitpunkte verstreichen lassen, zu spät die Alternativpläne in der Tasche gehabt. Ob er sich ein ähnliches Verhalten bei Bayern München leisten könnte, wenn die nach dem 15. Spieltag auf dem achten Tabellenplatz liegen? Wohl eher genauso wenig, wie bei Borussia Mönchengladbach, wo er mit der teuersten Truppe seit Borussengedenken ein monatelanges, massives Underperforming zulässt.

28 Kommentare

  1. Bitte an Eberl schicken – dem werden Kronleuchter angehen. Das gesamte MG-Management hat noch die rosarote Brille auf, oder stellt die Tabelle auf den Kopf. Anders gesagt „Blinde können Blinde nicht führen“!

  2. Ich denke, dass man Schubert das wirklich ersparen sollte. Aber die Diagnose der Krise ist zu einseitig. Verräterisch ist, dass schon am 5.11. hier der Abgesang auf den Trainer vorgenommen worden ist. Die „Automatismen“ waren von hinten aufgebaut, Schubert hat ein ganzes Sammelsurium an erfahrenen Spielern ersetzen müssen. Elvedi – Christensen sind nicht Stranzl – Dominguez. Automatismen werden von gegnerischen Strategien aufgehoben, sind kein Selbstzweck. Der Favre-Fußball hatte wie der Klopp-Fußball keinen Dauerwert an sich. Klar, die taktische Festlegung auf Dreierkette, Improvisationen etc. – der Trainer hat einiges mit verbockt. Diese Analyse verkennt, dass Schulden und die Pillen ähnlich schlecht dastehen – Dreifachbelastung ist für alle außer Bayern eine Bürde.

    • Wie kommen Sie darauf, das der Klopp und Favre Fußball keinen Dauerwert hat?
      Klopp war 7 Jahre in Dortmund, davon 6 extrem erfolgreich! Favre 5 in Gladbach sehr erfolgreich.
      Das hat mehr Dauer, mehr Nachhaltigkeit und mehr Erfolg als Trainer sonst oft überhaupt an einer Station verweilen! Waren Klopp und Favre nicht zeitweise die Dienstältesten (am längsten bei Ihren Vereinen) Trainer der Bundesliga?!
      Derzeit ist es Streich mit 5 Jahren und dann kommt schon Stöger mit nur 3 Jahren!
      Da waren die erfolgreichen Zeiten von Klopp und Favre aber das nachhaltigste, was die Liga so zu bieten hatte!

      • Hallo Herr Ullrich,
        Ich denke, dass dieser Bericht in der Tat etwas überzogen ist. Es ist ja kein Geheimnis, dass sie noch nie ein Freund von Schubert waren. Das ist ja grundsätzlich kein Problem und auch ihr gutes Recht. Allerdings dürfen sie nicht erwarten, dass Menschen wie Herr Eberl so schnell alles über Bord werfen nur weil es mal nicht läuft. Letzten Endes müssen verschiedene Spiele auf jeden Fall gewonnen werden wie z.B Hamburg, Köln, Hoffentlich usw. Da treffen unsere Stürmer die Bude nicht. Natürlich macht der Schubert als Trainer auch noch Fehler und wir stehen da wo wir jetzt sind. Aber jetzt den Eberl dafür zu kritisieren das er nicht schnell genug Trainer entlässt, ist schon hart an der Grenze. Warten wir mal ab wie die Stimmung für oder gegen Hecking ist. Ganz besonders ihre……

  3. Ein bisschen viel Schaum vor dem Mund, lieber Kollege 😉 Und „das halbe Stadion“ war es gegen Mainz definitiv nicht. Es waren relativ wenige, wenngleich gut vernehmbare Pfiffe.
    Zur Sache: Was Eberl wirklich glaubt und sagt – ich hoffe, dass da noch ein erheblicher Unterschied besteht. Ob man das nun für professionell oder unprofessionell hält, geschenkt. Man messe ihn an seinen Taten. Und da werden vermutlich vor Weihnachten noch welche folgen. Wie die uns dann gefallen, das steht auf einem anderen Blatt.

  4. Diesen Blog (bzw. diesen Autor) kann ich nicht mehr ernst nehmen.

    Ist Herr Ullrich manisch-depressiv?

    Schon ggü. Schubert wurde wild die Meinung gewechselt. Ok 3/4 der Artikel waren negativ und forderten schon früh den Rauswurf Schuberts, aber in dem anderen Viertel lesen sich dann immer wieder solche Übertreibungen ala „Denn diese Woche hat gezeigt, dass die Borussia auch unter André Schubert weiter reifen wird und kann.“ oder „Viel eher ist das Konzept des Vereins und die taktische Ausrichtung “Neo-Fußball” einer neuen Zeitrechnung. “

    Und kaum ist Schubert nicht zu halten wird hier gegen den nächsten Verantwortlichen der Borussia gehetzt. Nur weil Eberl zu seinem Wort steht? Eberl hat gesagt, das im Winter die Bestandsaufnahme gemacht wird und damit ist es für mich ok, nicht zwei Tage vorher noch den Trainer zu schassen.
    Alles andere Filterblase, Spießrutenlauf etc. ist wilde Spekulation. Vor allem: Die Führung der Borussia tut gut daran sich Ihre Agenda nicht von pfeifenden Fans diktieren zu lassen.

    Der Autor erweist wie so oft der Borussia einen Bärendienst, indem er polemisch schon in der Überschrift fragt: „Dem Max Eberl seine Schuld?“. Derselbe Max Eberl, der noch in dem NEO Hydra Artikel hymnisch gelobt wurde! ich verstehe es nicht: wie kann so ein sprunghafter Mensch nur Fan der für Kontinuität stehenden Borussia sein? Dieses himmelhochjauchzend zu Tode betrübt kenne ich sonst eher von Kölnern und Schalkern.

    • Ich bedanke mich für diesen Kommentar. Schade um die Zeit, die sie dafür aufgewendet haben. Auf so einen Blödsinn antworte ich nämlich inhaltlich nicht.

      • Was war jetzt Blödsinn? Das ich genauso harsch Sie hinterfrage, wie sie Eberl?
        Laut ihrem Blog ist er moralisch verwerflich oder lebt in einer Traumwelt. Wenn ich bei der Lektüre ihres Blogs eine gewisse Sprunghaftigkeit feststelle ist das Blödsinn? Das kann doch jeder hier nachlesen.
        Wenn man so scharf austeilt, sollte man sich aber mit ähnlich scharfer Kritik auch inhaltlich auseinandersetzen.
        Auf ihre Eberl Kritik haben her ja manche „Fans“ scheints nur gewartet. Was die BORUSSIA in der Winterpause braucht ist Ruhe und eine Analyse, nicht eine Ausweitung der Kritik auf einen wichtigen Baumeister des Erfolges der letzten Jahre.

        • Da geht der Verfasser des Blogs aber ganz schön respektlos mit „seinen“ Lesern (geschweige denn Max Eberl) um. Das hat in der Tat nichts mit professionellem Journalismus, sondern eher mit Verbitterung zu tun.
          Der Herr Ullrich sollte vielleicht mal einen Benimm-Lehrgang besuchen, bevor er sich in offentlichen Medien zu profilieren versucht. Meinungsäußerung ist für mich was anderes.
          Was hat Herr Ullrich denn mehr geleistet für die Borussia als Max Eberl? Ich höre….

          • Warum sollte ich jemanden ernsthaft antworten, der zum einen den Text scheinbar nicht verstehen will, zum anderen mir eine psychische Störung – was im echten Leben übrigens kein Vergnügen ist und ich sehr dankbar bin, so etwas nicht zu haben – vorwirft? Warum hat dieser Leser Respekt verdient? Ich verdiene kein Geld mit ihm, er ist nicht mein Kunde, maximal ein Nutzer eines freiwilligen Angebotes und somit maximal Diskussionspartner. Nicht mehr und nicht weniger. Und da nehme ich mir die Freiheit, ihn so zu behandeln, wie er mich. Wo ist ihr Problem.

            Und nun zum Inhalt: In diesem Text wird die wahrscheinlich einzige Schwäche thematisiert, die Max Eberl hat. Er hat halt offenbar ein Problem, richtige Zeitpunkte für eine Trainerentlassung zu finden. Ansonsten bin ich weiterhin von seinem Konzept überzeugt, den Verein von unten (aka Nachwuchs) zu neuen Höhen zu führen, das Niveau spürbar zu heben. Das habe ich nicht kritisiert. Und mit Verlaub: Wenn nur noch Leute kritisieren dürften, die im selben Beruf mehr leisten als andere (was unmöglich ist), wie könnten Sie dann überhaupt seine Leistung bewerten dürfen?

      • Reine Zeitverschwendung auf den Blödsinn von Hrn. Ullrich zu antworten!
        Ups – habe ich jetzt auch gemacht. Soll nicht wieder vorkommen. Dazu müsste ich zukünftig den Schrott ja lesen.

  5. Lieber Herr Ulrich!
    Dass Andre`Schubert, wenn er denn entlassen wird, am Dienstag nicht auf der Bank sitzen sollte, kann ich nachvollziehen. Es könnte ein Spießrutenlaufen werden und dies muss man keinem Menschen antun!
    Dass vom Fußball Lucien Favres nichts übrig geblieben ist, stimmt ebenso. Und da sind wir beim Thema. Es zählen Siege und Punkte! Diese hätte die Mannschaft ohne Probleme holen können, wenn die Jungs nur den Ball ins Tor geschossen hätten, denn ausreichend Chancen waren bis zum Spiel in Dortmund immer gegeben. Dann kam der Lauf des Negativen; ich frag mich nur
    warum? An dieser Stelle erinnere ich sehr gerne an den z. T. langweiligen Fußball unter Favre, welcher jedoch sehr oft von Erfolg gekrönt war. Und das zählt und nicht der oft so tolle Angriffsfußball unter Schubert!
    Ich glaube, dass die Mannschaft mit Siegen gegen den HSV, gegen Köln oder auch Hoffenheim nie so gespielt hätte wie gegen Mainz oder jetzt in Augsburg. Es ist wohl, wie so oft, eine reine Kopfsache!
    Oder spielt die Mannschaft gegen Schubert? Reine Kaffesatzleserrei!
    Zum Schluss sei mir eine Anmerkung an die Fans von Borussia erlaubt! Meine Mannschaft unterstütze ich immer und pfeife sie nicht aus, sondern unterstütze diese bis zum „Gehtnichtmehr“. Wenn mir nicht gefällt was meine Mannschaft spielt, muss ich ja nicht ins Stadion gehen, oder? Die Jungs werden durch Kritik jeglicher Art während des Spiels nicht besser, glaube ich!
    Mit Grüßen sportlicher Art Gerd Stettin

  6. Absolut richtig. Schon seit Monaten wird übersehen, daß der „überhypte“ Eberl die Hauptschuld an der aktuellen Situation trägt….Seit 2 Jahren übt er eine schlechte Transferpolitik aus (Drmic, Hofmann, Schulz, Kramer etc.) und hat es nicht verstanden (oder wahrgenommen) Ersatz für die Führungsspieler Stranzl, Xhaka, Nordtveit & Brouwers zu verpflichten. Außerdem hat er, ähnlich wie im Fall Frontzeck, den Zeitpunkt verpasst sich vom Trainer zu trennen. Daraus resultierend hat sich die jetztige Sitaution entwickelt.

  7. Alle Seiten haben ein Stück weit Recht ,zum Teil ist die Kritik nattürlich auch ein stück weit überzogen. Man sollte jetzt nicht wieder „Alles“ schlechtreden. Und unseren Max sollte man hier auch Aussen vorlassen.
    Auch ich bin ,wie viele andere Fans von Borussia über die letzten Monate sehr verärgert und nattürlich auch sehr enttäuscht was hier aus unserer Mannschaft geworden ist. Ich fahre zu den Heimspielen 300 km , umso mehr schmerzt dann die Heimfahrt, insbesondere nach dem Derby.
    Man kann aber nicht auf der einen Seite die oftmals fehlende „Kontinuität“ einfordern und auf der Anderen Seite schnell mal den Trainer rauswerfen weil plötzlich die Ergebnisse und der Fußball nicht mehr stimmen. Diese Kontiniutät ,wie Sie Borussia in den letzten Jahren vorbildlich vorlebt wird, hat uns zu dem Verein gemacht wo er jetzt steht .
    Auch ich war Anfangs sehr skeptisch bei Andre Schubert ob er der Richtige ist für die Borussia. Nach seiner ersten Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Augsburg höre ich mich noch heute sagen : Das war die beste Pressekonferenz seit Jahren… Lucien war ein genialer Taktikfuchs aber die Pressekonferenzen waren einfach nur Grotte…. Sicherlich hat H.Schubert bei unserer Mannschaft am Anfang die richtigen Worte gefunden ,sonst wäre diese anfängliche tolle Serie so nicht zu Leisten gewesen. Jedoch verflog dieser Hype ziemlich schnell wieder was sich in den Ergebnissen vor der Winterpause 2015 genauso wiederspiegelte. wie nach der Wintervorrbereitung 2015/2016 wo er zum ersten mal etwas länger mit der Mannschaft am Stück Arbeiten konnte.
    Die Winterpause war ,nach Aussage von H. Schubert ,eigentlich viel zu kurz um gewisse Dinge einzuarbeiten ( O-ton Schubert)
    Was danach folgte in Bezug auf die Mannschaft, was die Taktische Ausrichtung betrifft, was die Aufstellungen betrifft, die immer wieder auftretenden Positionswechsel einzelner Spieler, konnte man als aussenstehender nur kopfschüttelnd hinnehmen. Ein Vestergard wird wochenlang nicht eingesetzt weil er angeblich das „System“ von MG noch nicht verinnerlicht hat und dafür Zeit benötigt!? Das war so eine Aussage von unserem H. Schubert die mich tierisch auf die Palme brachte. Ich lach mich schepp… Die Abwehr wurde wochenlang bunt durcheinander gewirbelt, einmal spielt Korb, dann wieder Jantschke ,dann wieder Strobl ,ein Elvedi relativ oft. Dieser wird einmal rechts, dann wieder in der Mitte und zu guter letzt dann wieder links eingesetzt. Ein 19/20 -jähriger ,der letzte Saison fast nur auf der Bank saß plötzlich ein Spieler ,der alle Positionen in der Abwehr begleiten kann als „Abwehrriese“ Und ein Klassemann wie Vestergard sitzt auf Tribüne oder Bank. Die vielen Gegentore sind der eindeutige Beweis für eine uneingespielte und vor allem verunsichete Abwehr und Mannschaft. Dies wurde immer wieder auch durch regelrechte Slapstick-Einlagen bei Gegtentoren belegt. Wenn dies nicht unsere Mannschaft betroffen hätte,man hätte tatsächlich drüber Lachen können.
    Auch die Aussage zu Anfang der Saison : Wir haben keine Stammmannschaft sondern wir haben 18 gleichwertige Spieler war meines Erachtens total falsch. Die Mannschaft hatte keine Chance sich einzuspielen, Ehemalige Automatismen wurden wieder verlernt… Zu guter letzt kam dann auch noch grosses Verletzungspech von Leistungträgern hinzu. Das all diese Dinge ,gerade bei den jüngeren Spielern nicht gerade Sicherheit geben kann sich jeder selbst vorstellen.

    Ich selbst sehe es so dass H. Schubert am Mittwoch abgelöst werden muss als Trainer, unabhängig wie das Spiel letztendlich ausgehen wird.
    Für mich gibt es hier keinen anderer Weg.
    Den “ passenden“ Trainer für die Borussia zu finden wird sicherlich keine leichte Aufgabe sein. Man sieht ja auch wie es in der Vergangenheit ,vor der Ära Favre war… Vergleichbar ist diese Phase vor Favre jedoch nicht mit der heutigen Situation.
    Denn die Mannschaft hat ein hohe Qualität und einen guten Kader als Grundstock. Nun braucht es nur einen Trainer mit einer klaren Philosophie, der der Mannschaft eine klare Handschrift in Sachen moderner Taktik verordnet .
    Vielleicht würde ja ein Marc Wilmots passen…seine Idee vom Fusball könnte bei uns passen ,ob er jedoch als Schalker Urgestein von der Gladbacher Fanszene akzeptiert würde kann ich nicht beantworten.

    So ,meine Meinung. Ich hoffe auf einen Heimsieg ( was sehr schwer werden wird…)und dass es für uns alle bald wieder positivere Dinge zu unserer Borussia zu berichten gibt.

    • „(..)Man kann aber nicht auf der einen Seite die oftmals fehlende „Kontinuität“ einfordern und auf der Anderen Seite schnell mal den Trainer rauswerfen weil plötzlich die Ergebnisse und der Fußball nicht mehr stimmen.(..)“
      +++++

      An dieser Stelle setzt bei mir in letzter Zeit das Grübeln ein. Wer oder was ist eigentlich diese Kontinuität? Meint man damit einen sportlichen und meinetwegen auch finanziellen Plan? Ist es eine „Philosophie“ -also etwas mit Logik und Ethik? Oder reduziert es sich -wie schon bei Frontzeck- auf ein reines „wir entlassen unser Personal nicht!“ ?

      Letzteres wäre unverantwortlich. Der Verein hat im Moment so viel zu verlieren wie seit roundabout 4 Jahrzehnten nicht. Rein finanziell sogar so viel wie noch nie.

      PS: Meine Position zur Verdeutlichung:
      -Ich bin dagegen das Schubert weitermacht.
      -Ich hoffe das Eberl „unbeleidigt“ weitermacht.

  8. Am Dienstag Abend sollen sich alle mal hinterfragen warum man ins Stadion geht, um den ungeliebten Trainer loszuwerden, über den Manger zu schimpfen oder über den xten Fehlpass? Kommt ins Stadion und Supportet, egal wer da die Marschrichtung vorgibt, es geht um BORUSSIA, nicht um Spieler und Trainer die kommen und gehen. Wenn es nicht gut läuft sind Unmutsbekundungen durchaus nachvollziehbar und auch ein probates Mittel um die Vereinsverantwortlichen wachzurütteln. Aber bis dahin, 90 Minuten Vollgas bis das Dach wegfliegt.
    Danach könnt ihr die Sau immer noch durchs Dorf treiben.

  9. Dass Schubert keine Zukunft als Trainer der Borussia haben sollte, ist wohl sehr deutlich geworden. Max Eberl jetzt vorzuwerfen, er würde Schubert jetzt gegen Wolfsburg den Fans zum fressen vorwerfen geht an der Sache vorbei. Wenn in der Winterpause eine Analyse der Situation vorgenommen werden soll, kann das Hauptereignis wohl kaum vor der Analyse stattfinden. Ja, Max Eberl entlässt nicht gerne Trainer. Aber wer sagt denn, dass er diesen Trainer auch tatsächlich wollte und auch entsprechend einschätzen konnte? Er war noch nicht einmal volle zwei Monate für die U-23 tätig als Favre ging. Er startete mit sechs Siegen und war am Ende der Saison auf dem 4. Platz gelandet. Da muss die Überzeugung riesengroß sein, um den Trainer zu entlassen. Ich hätte sie gehabt. Der Verein und nicht nur Max Eberl allein hatte sie offenbar nicht, bzw. die Hoffnung, dass Schubert lernen würde. Tat er nicht. Es ist Zeit zum handeln. Aber Eberls Tätigkeit steht für mich nicht zur Debatte.

  10. Die angesprochene „Kontiniuität “ bezieht sich auf eine mittel- bis langfristige Strategie für den sportlichen sowie wirtschaftlichen Bereich der Borussia.
    Sozusagen einen Plan entwickeln , den man nicht nach 3 Niederlagen oder schlechten Spielen über den Haufen wirft. Beste Beispiele ,wie man`s auf keinen Fall machen soll sind hier der HSV oder der VFB…. wo Jahr für Jahr Millionen verbrannt werden und nix bei rum kommt.
    Wenn man Eberl einen Vorwurf machen kann ,dann den dass er ohne Not den Vertrag von Schubert verlängert hat ( im Rausch der Glückgsgefühle..).Ich bin mir aber ganz sicher dass weiss er selber am besten.

    Ich wünsche ihm bei der Trainersuche auf alle Fälle ein gutes Händchen !

  11. Meine Fresse, der Artikel hier hat BILD-Niveau – Hut ab.
    Die als Tatsachen hingestellten Meinungen (das halbe Stadion hat gegen Schubert gepfiffen) ist nicht nur schlechter Stil, sondern einfach nur doof.
    War das erste und letzte Mal, dass ich hier etwas gelesen habe.

  12. Mein Gott, was für ein Käse ist das denn hier. Torfabrik sollte sich wirklich mal überlegen, was für einen Müll sie verlinken. Inhaltlich ist das so dermaßen hanebüchen, das ich da einfach mal gar nicht drauf eingehe – das ist pure Zeitverschwendung.

  13. Kommen jetzt nach den Wutbürgern die Wutblogger?
    Eine derart undifferenzierte Stimmungsmache im Stil der Bildzeitung ist einfach nur ärgerlich. Fast jeder Satz trieft vor Polemik und selbstgefälliger Schwarz-Weiß-Rhetorik. Da gibt es leider keine Basis für eine ernsthafte Diskussion.

  14. Vielen Dank für diesen Blog! Mir macht es immer sehr viel Spaß pointierte Meinungen zu lesen – man kann zustimmen, man kann widersprechen, man kann sich reiben, aber man weiß woran man ist. Deswegen finde ich die Kommentare wie „Müll“ und „Wutblogger“ Schade.

    Schubert hatte immer die Last seines Vorgängers. Und Favre zeigt ja gerade als Herbstmeister in Frankreich was für ein richtig richtig richtig guter Trainer er ist. Da hat Gladbach über einige Jahre über seiner Kragenweite gespielt. Zwei CL Qualifikationen ist ganz schwer zu toppen. Ich bin auf diesen nächsten Monate gespannt. Die Beteiligten werden wissen ob noch mehr geht oder ob man sich lieber umorientieren sollte – angefangen vom Sportdirektor, der die nächsten Monate immer wieder mit der Frage nach München konfrontriert werden wird, bis hin zu Spielern die sich umschauen werden. Jetzt geht es um die mittelfristige „Einstelligkeit“.

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