Einmal Meister werden

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Meisterstadt Gladbach?

In diesen Tagen der Saisonvorbereitung werde ich von einigen wieder augenzwinkernd gefragt: “Seht ihr bei Halbangst in Gladbach wieder den kommenden Meister?” Dass ich darauf nur ein “Natürlich” antworten kann und will, ist klar. Erstens, weil wir einst die angesprochene Meisterprognose selber mit einem Augenzwinkern durchgeführt haben. Und zweitens, weil wir ja gar nicht so falsch damit lagen und liegen, dass die Borussia inzwischen zu den besten Clubs des Landes gehört. Wenn man sich anschaut, aus welchen Rahmenbedingungen der BvB unter Jürgen Klopp zweimal die Schale holte, ist das auch Lucien Favre und Max Eberl zuzutrauen.

Es gibt aber noch einen anderen Grund, dass ich – zumindest im Fußball – keinen größeren Traum habe, als einmal eine Meisterschaft des VfL mitzuerleben. Gut, diese Fantasie dürfte ich auch mit Sandhäusern, Düsseldorfern und Dresdenern teilen – soweit also nix exklusives. Aber je länger Lucien Favre die Mannschaft in oberen Gefilden etabliert, desto mehr unerwartbare Dinge passieren (wie die Qualifikation zur Champions-League), desto mehr glaube ich, dass es möglich ist. Und – womit wir beim entscheidenden Punkt wären – damit wäre die Vorherrschaft der alten, grauen und niederrheinischen Motzköppe beendet, die das Meisterprivileg wie eine Monstranz vor sich her tragen.

Die Rache der späten Geburt

Der ein oder andere Fan in meinem Alter wird wissen, was ich meine. Wir nach 1975 Geborenen kennen das Gefühl der Meisterschaft nicht. Schlimmer noch: die meisten von uns sind Fan geworden, als Wolf Werner sich in die Geschichtsbücher der Borussia rumpelte und der erste Bundesliga-Trainer wurde, den man – in höchster Abstiegsgefahr schwebend – entließ. Unsere ersten Nordkurven-Erfahrungen waren graues Mittelmaß unter Jürgen Gelsdorf, wir erlebten den mega-peinlichen Ausrutscher des Pokal-Finales 1992, ein kleines Zwischenhoch von 1994 bis 1996 (mit Pokalsieg) samt riesigem Absturz und ersten Bundesliga-Abstieg der Vereinsgeschichte. Es wurde für uns zum Highlight, dass wir überhaupt wieder aufstiegen, nicht wie Fortuna Düsseldorf endeten (wäre möglich gewesen) und sogar direkt nach Wiederaufstieg Bayern München schlugen (den damaligen Weltpokalsieger). Wir ertrugen mit Würde das Ende des Bökelbergs und die ersten Großmannssüchte im Borussia-Park. Was heute der HSV ist, war 2007 Borussia Mönchengladbach.

Ältere Fans, die aktiv die 70er-Jahre miterlebt haben, gar mit der Borussia durch Europa gezogen waren, rümpften und rümpfen uns gegenüber die Nase. War man begeistert vom neusten Hans-Meyer-Spruch, freute man sich über Überraschungssiege zum Beispiel gegen Dortmund oder sagte nach noch dämlicheren Pokal-Niederlagen (hier seien beispielhaft die ganz sicheren Dinger gegen nur Union Berlin 2001 und Aachen/Edgar Steinborn 2004 erwähnt) einfach “Jetzt erst Recht!”, schauten einen die Zeitzeugen des gesalbten Weisweilers mit Ekel an. Mein Tiefpunkt in dieser Hinsicht war eine Taxifahrt in der letzten Zweitliga-Saison. Nach einem Sieg in eben dieser Liga – es muss gegen Osnabrück oder Augsburg gewesen sein – stieg ich mit einem Freund in den Wagen. Am Steuer ein schlecht gelaunter Taxifahrer, wahrscheinlich Jahrgang 1950 oder noch schlimmer. Natürlich hatte er einen schönen Oberlippenbart und schönsten niederrheinischen Sing-Sang drauf.

Weisweilers Taxi-Fahrer aus der Hölle

Wir saßen (in Trikot und Schal leicht zu erkennen) noch keine Sekunde in der Karre, da ging es schon los. Ob wir sie noch alle hätten? Warum wir uns den “Dreck” angucken würden. Der Typ steigerte sich rein, da war das Taxometer noch nicht mal im Ansatz bei einem Euro angekommen. Er sei 1970 in Everton gewesen, er habe Sachen gesehen, die wir nie sehen würden. Die Borussia sei – Stand 2007 – nur noch lächerlich, der Verein habe in den vergangenen Jahren sein Herz gebrochen. Es hätte eigentlich nur noch gefehlt, dass wir uns bei ihm entschuldigen, bei ihm dem geheiligten, über uns stehenden Fan, der nichts getan hatte, außer früher geboren zu sein.

Seit ich Fan bin, begegne ich dieser Spezies nur allzu oft. Alte, weiße Männer, die alles an den 70ern messen. Die Pommes an den Frittenbuden waren in diesen Meisterjahren besser, die Musik erst und sowieso schmeckte Hannen Alt noch nach guten Bier (wobei ich mich bei diesem Bier frage, wieviel der Mensch tatsächlich verklären kann). Egal wo man in Mönchengladbach (und Teilen des Rhein Kreises Neuss hinschaut), diese Motzköppe finden sich überall. Fragt doch mal Oscar Wendt, warum er vor zweieinhalb Jahren den Mittelfinger in den Mittelklasse-Rentner-Block hielt. Ich konnte ihn so gut verstehen.

Selbst Favre ist ein Zwerg

Und es geht weiter. Die Generation “Isch-han-de-Bechti-noch-spelle-sehe” trollt sich inzwischen auch in sozialen Netzwerken. Ein besonderes Exemplar beschwerte sich zuletzt in einer Facebook-Gruppe wütend über den Verein, nachdem er eine Mitgliedschaft beantragt hatte. Die Borussia hatte ihm noch keine Mail geschickt – nach einer Woche! Und überhaupt: Wieso habe er noch keinen Mitgliedsausweis. Der Mann witterte Arroganz ihm gegenüber, der doch noch – auch darauf verwies er selbstredend – sie hat alle spielen sehen – also den Jupp, Berti, Günther und Hacki. Dass die Post streikte, auf der Borussia-Geschäftsstelle auch deswegen die Hölle los war – was interessiert das schon den Herren Zeitzeugen.

Womit wir bei meinem Meistertraum wären: Ich will diese Schale gar nicht, um vor meinen Fortuna-Freunden zu prahlen. Warum sollte ich? Nein, ich will Waffengleichheit mit den Grumpy-Old-Fans innerhalb meines eigenen Vereins!  Für die alten Männer ist die aktuelle Borussia nämlich erst so edel, anmutig und gleichwertig wie die der 70er Jahre, wenn Favre und Eberl die Meisterschaft geholt haben. Dass es heute fast schon schwerer ist, als klassischer Verein in die Europa-League zu kommen, als in den 70ern gegen eine handvoll sauber geführte Vereine den Titel zu holen, zieht für diese Herren nicht als Argument. Insofern: meine Fangeneration braucht die Meisterschaft. Dringend! Zum einen, um es späteren Borussen gegenüber besser zu machen. Zum anderen, um das ewig-gestrige Genöhle nicht mehr hören zu müssen. Wie schön wäre es: Eine Taxi-Fahrt in Mönchengladbach ohne sich in die Gefahr zu begeben, dass die Namen Vogts, Netzer, Heynckes oder Kleff als Argumente fürs Pöbeln missbraucht werden.

Natürlich ist dieser Text eine kleine Polemik und die Aussagen treffen sicher nicht auf die Allgemeinheit zu. Doch wir handhabt ihr es mit der Geschichte der Borussia, den 70ern und der Zeit danach? Und vor allem – kann die Borussia mal wieder Meister werden? Oder ist das nur Träumerei? Wir freuen uns auf Eure Kommentare…

8 Kommentare

  1. Mir sowas von aus der (brennenden) Seele geschrieben. Mir gehen diese „früher war alles besser“ Schiebermützenopas auch ziemlich auf den Senkel. Vorletzte Saison saß ich neben einem, der sagte bei jedem Ballkontakt von Lukas Rupp „… dass der überhaupt Rupp heißen darf!“

  2. Tja hab als Kind noch die Meisterschaft gesehen, war geknickt als man gegen Frankfurt den Uefa Pokal verlor, Traurig als der Abstieg feststand, Hatte Gänsehaut als die Relegation bestanden wurde und bin Stolz auf das heute. Namen haben Geschichte geschrieben und es werden wieder Namen sein die Geschichte schreiben. Die Namen von einst würden heute nicht mal eine Halbzeit bestehen, warum vergleichen was niemand vergleichen kann? Jede Zeit hatte ihre Helden und bei BMG ist die Liste der Namen sehr lang für die besonderen Momente im Spiel egal in welcher „Spielzeit“ oder Liga

  3. Sehr schöner Artikel! Ich bin auch schon seit laaaaaanger Zeit Borusse und habe trotzdem keine Meisterschaft miterlebt 🙁
    Aber was wir in den letzten 3 Jahren erlebt haben, machen 20 Jahre Frust weg. Damit meine ich nicht, damals nicht mit der Borussia gefiebert und gelitten zu haben, aber die jetztige Situatuion ist schon schöner, als damals im Zweitligaspiel in der Kurve zu stehen 🙂

    Viva Borussia!

  4. Hallo ,
    cooler Beitrag. Ich selber habe die „golden 70er“ miterlebt. Genauso die Demütigung 1992 in Berlin aber auch den Pokalsieg 1995. Ich bin älter geworden. Habe beruflich meinen Weg gemacht, eine Familie gegründet und zwischenzeitlich festgestellt, das lange Zeit das Preis-Leistungsverhältnis nicht gestimmt hat. Ich war zwar nicht immer vor Ort, aber ich bei jedem Abstieg gelitten und beim Erfolg gefeiert. Ich habe viele schlechte Fußballspiele gesehen aber auch gute. Auch ich habe aktiv gespielt und bilde mir ein etwas vom Spiel zu verstehen. (wie 80 Mio. andere in auch in diesem Land) Die Krönung allerding war für mich allerdings die Aussage eines gewissen Herrn Frontzeck nach einem Spiel gegen VW WOLFSBURG. Endstand 1:1. Ich habe diese Spiel mal wieder Live mit ein paar Kumpels im Stadion gesehen, alles Ehemalige oder noch aktive Fußballer. Wir waren einhellig der Meinung –„DAS WAR GAR NICHTS“ Rumgewürge auf höchstem Niveau. Und Herr Frontzeck sprach in der PK von der „Besten Saisonleistung“ seiner Mannschaft. Da habe ich gemerkt wie Leidensfähig echte Fans sein können. Nach MF kam Lucien Favre, der Rest ist bekannt…..
    Die 70er haben Borussia zu dem gemacht was sie heute ist. Ein Verein mit einer hervorragenden Vergangenheit, – einem Mythos eben.
    Max Eberl und Lucien Favre haben diesen Mythos wieder mit Leben gefüllt, schreiben neue junge Geschichte. Und für mich als Raute im Herz Träger, – das hat wieder etwas mit Fußball zu tun. Ich werde versuchen ein CL Spiel live zu sehen, da ich nicht weiß ob noch einmal die Gelegenheit bekomme. Ich genieße die Zeit, sehe es nicht als selbstverständlich und ich vergleiche nicht mit den 70er. Denn das einzige was zwischen damals und heute unverändert geblieben ist, ist die Tatsache: DAS RUND MUSS IN DAS ECKIGE……

    In diesem Sinne: Eine Zahl die uns zusammen hält: NEUN ZEHN HUNDERT

  5. Hallo,
    sehr schöner Artikel. Die Bayern müssen es erstmal schaffen, viermal hintereinander Meister zu werden. Die kommende Saison wird spannender als viele glauben. Die Borussia wird zumindest wieder um Platz drei bis fünf mitspielen.
    @Steli: eines muss ich hier allerdings klarstellen: Michael Frontzeck lag nach dem 1:1 gegen Wolfsburg mitnichten daneben. Soweit können die Redakteure der ARD Sportschau, des ZDF, des Kicker (Chancenverhaeltnis von etwa 9:1), des WDR (Radio) sowie diverser Tageszeitungen gar nicht daneben liegen, wenn sie alle davon sprachen, dass die Wolfsburger nur mit ganz viel Dusel einen Punkt mitnehmen konnten. Ich habe das Spiel ebenfalls komplett gesehen, kann es also auch beurteilen. Im übrigen: hatten wir damals nicht bis zu sieben verletzte Stammspieler gehabt, hätten wir niemals eine dermaßen schlechte Hinrunde gespielt. Unter Favre war in der Rueckrunde eine andere Mannschaft auf dem Platz inkl. der drei Neuzugänge Stranzl, Nordveidt, Hanke sowie ter Stegen im Tor. Dieses Team war eigentlich schon viel zu stark für einen Abstiegskandidaten. Das „Wunder“ der Rettung bezog sich einzig auf den großen Punkterueckstand, nicht auf die Qualität innerhalb der Mannschaft. Es wäre ein schlechter Witz gewesen, mit diesen Spielern abzusteigen.
    Noch eines zur letzten Saison: die Kruse- und Kramer-Motzkis sollen ab sofort bitteschön zuhause bleiben oder sich die Kicker-Rangliste anschauen und die Klappe halten. Krise hat insgesamt eine sehr starke Saison gespielt, Kramer hat sich in der Rueckrunde wieder auf seine Stärken besonnen und gerade gegen die Pillendreher eine bemerkenswerte Leistung abgeliefert. Ich hoffe, Drmic und Stindl schlagen ein und Hazard kommt groß raus. Unser Spiel wird ohne Max Kruse zweifellos anders aussehen.
    Auf viele tolle Spiele in der CL und der Liga, ein seit 1978 mitfiebernder Gladbach-Fan (und damit noch ohne bewusst erlebte Meisterschaft!, dafür das legendäre 12:0 im Radio genossen 🙂 )

  6. Ich bin 53 Jahre alt und habe als Kind und Jugendlicher sehr viel von dem, was in den 70ern grandios stattfand, intensiv miterlebt, in vollen Zügen genossen und bin genau deswegen auch leidenschaftlicher Fan der Borussia geworden. Ich kam – wie so viele – nicht aus dem Niederrheinischen. Was mir damals v.a. gefiel, waren nicht die Erfolge alleine, sondern wie sie zustande kamen – nämlich so unglaublich schön! Und dann aber immer wieder diese Tragik wie z.B. 1976 gegen Real van der Kroft. Aber ich hatte immer den Eindruck, dass nach solch dramatischen Ereignissen am nächsten Tag wieder einige 10.000e kleine Jungen (OK, Mädchen hoffentlich auch, aber das war damals noch nicht so üblich wie heute) im gesamten Bundesgebiet Fohlen-Fans wurden. Das waren diejenigen, die genau verstanden hatten, dass es wesentlich geiler ist, in Schönheit und Tragik, aber mit viel Anstand zu scheitern als der bayerischen Erfolgsmaschinerie zu verfallen. Und dann all diese Tiefen, ab und zu mal von den im Bericht oben genannten (kurzen) Höhen abgelöst …
    ’95 war ich im Berliner Olympiastadion und hatte bei der Pokalübergabe Tränen in den Augen und dann dieser unglaubliche Niedergang und das Dümpeln in demütigenden Sphären. Aber dennoch war ich immer mit Leib und Seele Fan unserer Borussia, egal in welcher Situation. Erst recht, wenn es uns richtig dreckig ging, genau dann habe ich immer gedacht, dass wir den Club noch viel mehr unterstützen müssen als sonst.
    Sorry für die lange Einleitung, aber der Beitrag oben spricht mir vollkommen aus der Seele. Ich bin jetzt selber alt, lebe in K… und versuche gegen die ganzen Bekloppten in dieser Stadt, meinen Töchtern den großartigen Fohlenmythos nahezubringen (was mir erstaunlich gut gelingt). Und alles, was in den letzten 4 Jahren passiert ist, ist so geil, so unfassbar großartig, niemals hätte ich nochmals damit gerechnet. Im Februar 2011 war ich bei Frontzecks letztem Spiel auf St. Pauli zugegen und später in den Kneipen bin ich depimiert und besoffen jedem – ja ganz offensichtlich – dem Untergang geweihten Gladbach-Fan in die Arme gefallen; und dann kam am nächsten Tag auf der Heimfahrt im Autoradio die Meldung, dass dieser Franko-Schweizer zu uns kommt. Der Rest ist hinlänglich bekannt.
    Und warum soll da nicht irgendwann noch mal ein Titel rausspringen? Würde ich mir bis zu meinem Ableben unbedingt wünschen. Aber niemals würde ich das wie diese widerlich spießige Altherren-Fraktion, die doch (angeblich) alles in den 70ern miterlebt haben soll, verlangen. Getreu dem alten Swingerclub-Motto „Alles geht – nix muss!“ Wobei Swingerclubs natürlich völlig für den Arsch sind und vermutlich auch eher von der oben angesprochenen Altherren-Fraktion frequentiert wird als von den wirklich coolen Fohlen-Fans jeglichen Alters. Ich werde mit meinen Töchtern im Noucamp sitzen und Messi sehen! Und zwar gegen uns! Wir werden wohl 0-5 oder 0-6 verlieren, egal, ich werde es so oder so genießen, denn ein Traum geht dann in Erfüllung (also nicht die Niederlage, eher das Ereignis überhaupt, ach, ihr wisst schon!). Und ich weiß dann sehr genau, dass früher nicht alles besser war, obwohl ich mich immer gerne an die Fohlen der 70er erinnern werde. Lucien Favre und Max Eberl sind ein so großartiges Geschenk und dazu stehe ich auch, wenn es mal wieder nicht so läuft. Punctum! Und, wenn möglich, dürfen wir auch gerne in Barcelona gewinnen und gegen alle anderen natürlich ebenso gerne auch! Aber einen Titel im Zeitalter der vollends entrückten süddeutschen Größenwahnsinnigen zu fordern, ist doch völlig abstrus und hirnrissig. Lasst uns doch das, was derzeit an Wunderbarem passiert, einfach nur genießen, egal wie viele (graue) Haare wir auf dem Kopf haben oder nicht! Egal wie viele Falten in der Visage oder nicht! Egal ob jetzt mit Säuferplautze (so wie ich) oder knackig jung mit Flachbauch! Viva Borussia! Danke für eure Aufmerksamkeit!

  7. Bin 75 als 9 jähriger aus dem Pott nach Gladbach gekommen und musste 80’schon wieder weg – nach Leverkusen – war aber infiziert fürs Leben!
    Jede Zeit hat ihre Höhepunkte, so auch die jetzige: die Relegation gegen Bo bleibt unvergesslich, so auch die beiden Spiele gegen Sevilla,,die ich beide live im Stadion sehen durfte. Vielleicht war es letzte Saison so einfach wie lange nicht mehr, einen Titel zu holen (den Pokal!) aber egal.
    Genießen wir die nächste Saison! Selbst wenn wir wider Erwarten nicht auf einem Platz unter den ersten 6 landen, die Basis für weitere erfolgreiche Spielzeiten ist vorhanden.

  8. Ich bin im Januar 1979, also kurz vor unserem letzten Uefa-Cup-Sieg geboren.
    Die glorreichen 70er kenne ich also auch nur aus den Erzählungen meines Vaters und natürlich dank einiger Videos. Das erste Mal auf dem Bökelberg war ich mit 5 (oder 6?). DFB Pokal gg. Eintracht Frankfurt (4-2 n.V.)
    Seit diesem Tag lässt Borussia mich nicht mehr los!
    Ich empfinde die 70er gar nichtmal als Balast, sondern durch diese zeit ist Borussia das geworden, was wir heute so gern als MYTHOS bezeichnen. Ich bin Heynckes, Vogts, Netzer und Simonsen dankbar, dass sie damals den Grundstein legten.

    Ich habe mit Borussia wohl mehr schlechte als gute Zeiten erlebt. Bis auf das kleine Zwischenhoch in den 90ern mit dem Pokalssieg 1995 war ja in den vergangenen 20 Jahren hauptsächlich Überlebenskampf angesagt. 2 Abstiege, 2 Beinahe-Abstiege. Man hatte es nicht leicht…

    Dann kam Favre und mit ihm änderte sich innerhalb von 4 Jahren einfach ALLES.
    Ein schon längst nichtmehr für möglich gehaltener KLassenerhalt 2011.
    Ein märchhafter Platz 4 in der folgenden Saison!
    Europa 2012. Platz 3 in 2015 –> CHAMPIONSLEAGUE.
    Meine große Liebe spielt nächstes Jahr CHAMPIONSLEAGUE. Hätte mir das jemand noch vor 5 Jahren gesagt, ich hätte ihm nahegelegt den Dealer zu wechslen 🙂
    Heute ist für mich eins aber sonnenklar:
    Wer Dritter werden kann, der kann auch MEISTER werden. Natürlich mit einer gehörigen Portion Glück, aber Bayern hat in den nächsten Jahren alles andere als ein Abo auf die Meisterschaft. Die stehen schon alleine auf Grund des Alters vieler leistungsträger vor einem radikalen Umbruch. Ob und vor allem wie schnell und reibungslos dieser gelingen wird, ist die spannende Frage.
    Dortmund wird mit Tuchel auch nicht direkt auf Anhieb wieder um den Titel mitspielen.
    Wieso also sollten wir keine Chance haben, die Schale nach Hause zu holen.
    Wir haben eine junge, hungrige Mannschaft, den besten Trainer der Liga, einen der besten Manager, der dafür gesorgt hat, dass die Mannschaft die nächsten 2-3 Jahre nicht befürchten muss, ihre Leistungsträger zu verlieren, es sei denn es kommen ganz unmoralische Angebote… Also… WARUM NICHT? Ich sehe unsere derzeitigen Möglichkeiten nicht schlechter als die von Dortmund vor ihrer ersten Meisterschaft mit Klopp!
    Also lasst es uns einfach angehen! ES GIBT NUR EINE BORUSSIA

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